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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 04:35 Uhr

Nachwuchs für den Glauben begeistern

vom

Pröpstliche Visitation bei der Kirchengemeinde Schenefeld / Matthias Krüger vom Engagement in der Gemeinde beeindruckt

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

schenefeld | Was bewegt die Menschen in der Gemeinde? Welche Ziele sollen in nächster Zeit verfolgt werden? Und wo drückt die Kirchen der Schuh? Um solchen und weitere Fragen auf den Grund zu gehen, macht sich Propst Matthias Krüger aus dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde regelmäßig auf den Weg, um seinen insgesamt 37 Kirchengemeinden einen Besuch abzustatten.

Seit Pfingstmontag ist er deshalb auch in Schenefeld unterwegs. Bei seiner einwöchigen Visitation spricht er nicht nur mit dem Kirchenvorstand, sondern auch mit Gemeindemitgliedern, Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern. "Das ist ein gutes Instrument, um mit den Menschen einer Gemeinde in Kontakt zu kommen", begründet er.

Am meisten beeindruckt habe ihn das Engagement der Schenefelder. Sein Fazit: "Es gibt hier viele aufgeschlossene und freundliche Menschen, denen ihr Glaube sehr wichtig ist." Das sieht auch Pastor Manfred Kaiser so. "Die Kirche hat noch einen Stellenwert hier." Selbst Nicht-Christen und Menschen, die aus der Kirche ausgetretenen seien, besuchten regelmäßig die Gottesdienste.

Rund 3600 Mitglieder verteilt auf zwölf Dörfer zählt die Kirchengemeinde. Einer der Schwerpunkte sei neben vielen musikalischen Angeboten wie Singkreisen, Chören, Lobpreisteam und Kantorei auch die Kinder- und Jugendarbeit. Pfadfindergruppen, Konfirmandenunterricht und Jugendtreff sollen den Nachwuchs möglichst früh mit dem Thema Glaube in Berührung bringen. Und das aus gutem Grund. "Die Konfirmandenzahlen sind leider rückläufig", bedauert Kaiser. Der Grund dafür jedoch eher praktischer Natur. "Die Jugendlichen orientieren sich immer öfter an den Schulstandorten." Immer größeren Zulauf erfahren hingegen die zahlreichen Hauskreise, bei denen sich Gemeindemitglieder treffen, um zusammen zu lesen, zu beten oder zu singen.

Das Sorgenkind der Gemeinde ist hingegen der Haushalt. Denn der sei schon seit einigen Jahren defizitär. Rund 23 000 Euro fehlen jedes Jahr im Topf. Zwar seien die Kirchensteuereinnahmen mit jährlich 125 000 Euro konstant - größter Kostenfaktor seien jedoch die vielen Gebäude. Knapp 40 000 Euro fielen jedes Jahr für die Instandhaltung an. Geld, dass die Kirchengemeinde nicht hat. "Wir haben erst vor einigen Jahren die Bonifatiuskirche erneuert, und das Dach vom Gemeindehaus musste 2011 neu gedeckt werden", so Pastor Kaiser. Ohne Zuschüsse des Kirchenkreises wären die dringend notwendigen Reparaturen jedoch gar nicht möglich gewesen, weiß er. "Es ist ja nicht selbstverständlich, dass ein Kirchenkreis so viel Geld gibt." Um den Haushalt in Zukunft wieder ins Plus zu bringen, soll jetzt ein Strukturberatungsprozess in Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis stattfinden. Sprich: "Alles steht auf dem Prüfstand", erklärt Kaiser.

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