Nachfolge steht noch aus

Feuerwehr Tremsbüttel sucht stellvertretenden Wehrführer / 42 Einsätze im vergangenen Jahr

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23. Januar 2018, 06:00 Uhr

Ein regelrechter „Wahl-Marathon“ stand bei der Freiwilligen Feuerwehr Tremsbüttel am Samstagabend im Mittelpunkt der mehr als dreistündigen Jahreshauptversammlung im Gerätehaus. Während die zweite Führungsebene der 39-köpfigen Wehr nahezu komplett neu und verjüngt mit Kräften besetzt wurde, steht die Wehr der Schlossgemeinde jetzt ausgerechnet ohne stellvertretenden Wehrführer da.

Absage: Udo Gatermann (50), seit 32 Jahren in der Feuerwehr aktiv, kandidierte nach sechsjähriger Tätigkeit aus persönlichen Gründen nicht erneut für dieses Amt, nachdem er zuvor schon drei Jahre Gruppenführer und vier Jahre Kassenwart gewesen war. Die aufwendige Tätigkeit als Ausbilder der Feuerwehr-Anwärter auf Amtsebene führt er jedoch in bewährter Weise auch im 13. Jahr fort. Die Suche nach einem Nachfolger als „zweiter Mann“ der 1890 gegründeten wehr Tremsbüttel blieb in den vergangenen Wochen erfolglos. Bürgermeister Norbert Hegenbart und Amtswehrführer Harald Gewe (Fischbek) appellierten in ihren Grußworten an die Aktiven, in absehbarer Zeit in dieser wichtigen Personalfrage eine Lösung zu finden.

Bilanz: Wehrführer Jürgen Schaa nannte in seinem Jahresbericht 42 Einsätze: Drei Kleinbrände, 30 technische Hilfeleistungen, drei Mal durch Brandmeldeanlagen, vier Fehlalarme und zwei „sonstige Einsätze“. Am 24. März feiert die Wehr 128. Stiftungsfest in der „Alten Kornmühle“ des Schlosses Tremsbüttel. Nach den Worten des Fördervereins-Vorsitzenden Lars Schröder hat sich der Ende 2012 gegründete gemeinnützige Verein mit derzeit 113 Mitgliedern weiter gut entwickelt. Mehrere Beschaffungsmaßnahmen und Aktionen der Wehr und ihrer Jugendwehr konnten im Berichtsjahr mit mehr als 4500 Euro unterstützt werden, darunter die Anschaffung eines handlichen hydraulischen Schneidegeräts, eines Airbag-Sicherungssystems beim Einsatz an verunglückten Fahrzeugen, einer LED-Umfeldbeleuchtung für das Löschfahrzeug LF8/6 und Zuschüsse für JF-Freizeitmaßnahmen.

Über die Aktivitäten der mit 105 Terminen emsigen 25-köpfigen Jugendfeuerwehr berichtete der bisherige Jugendgruppenleiter Niklas Scheld (17). Neuer Jugendgruppenleiter ist seit einigen Wochen Cedrik Backer (17).

Eine erfolgreiche Ära ging an diesem Abend zu Ende: Hauptbrandmeister Melf Behres (33) – Ende 1996 Gründungsmitglied der Nachwuchsorganisation – wurde nach neunjähriger Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart mit Dank und Erinnerungsgeschenk aus dem Amt verabschiedet. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes (2015) will sich künftig verstärkt seinen Feuerwehraufgaben auf Kreis- und Landesebene widmen.

Wahlen: Fast durchweg einstimmig verliefen die acht Neuwahlen: Neuer Jugendfeuerwehrwart ist jetzt Nico Dwenger (24), bisher ein Jahr Stellvertreter. Zu seinem Stellvertreter wählte die Versammlung Kevin Jahn (24).
Neue Gruppenführer sind: Christian Wolff (31), bisher Kassenwart, und Malte Eggers (32), bisher Gerätewart. Stellvertretende Gruppenführer wurden Torsten Höppner (32) und Kevin Uecker (24). Rüdiger Wiebers (47) ist jetzt Kassenwart. Sören Höppner (31) wurde zum neuen Gerätewart gewählt.

Ehrungen: Jürgen Schaa verlieh vier Dienstaltersabzeichen des Landes an Gerätewart Moritz Jahn (10 Jahre aktiv), an die 68-jährigen Zwillingsbrüder Hans Krohn und Hinrich Krohn (beide 40 Jahre in der Wehr und Ehrenmitglieder) sowie an Ehrenmitglied Erwin Salge (77), seit 50 Jahren dabei.

Neuaufnahmen

und Beförderungen:
Zum Hauptfeuerwehrmann (3 Sterne) wurde der neue Jugendfeuerwehrwart Nico Dwenger befördert. Aus der Jugendwehr wurden Finn Hoffmann und Fenja Schacht (beide 18) in den aktiven Feuerwehrdienst übernommen. Mit Nils Uecker (20) trat ein neuer Anwärter wieder in die Wehr ein. Er war bereits im Alter von zehn bis 15 Jahren in der Jugendwehr und hatte zwischenzeitlich eine fünfjährige Feuerwehr-Pause eingelegt.












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