zur Navigation springen

Nach tragischem A1-Unfall : Nachbesserung an der tödlichen Baustelle in Bad Oldesloe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Kritik zeigt Wirkung: Die Einfädelung an der A1-Baustelle in Bad Oldesloe ist jetzt mit Betonplanken zusätzlich gesichert worden.

23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 01.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Bad Oldesloe | Und es bewegt sich doch etwas. An einem über die abgesenkte Leitplanke herausragenden offenen Ende eines Obergurts war Anfang der Woche ein 27-jähriger Däne auf der A1 bei Bad Oldesloe tödlich verunglückt. Sein Wagen war ins Schleudern gekommen und umgekippt, dann hatte das Rohr die Windschutzscheibe durchstoßen und ihn erschlagen. Ohne den Stahlpfosten hätte der Unfall wahrscheinlich glimpflicher verlaufen können.

Ein Experte des ADAC hatte daraufhin sowohl die ursprüngliche Baustellensicherung scharf kritisiert als auch die anschließenden Maßnahmen. Ein Stück des Obergurts war entfernt und ein sandgefülltes Bigpack aufgestellt worden. ADAC-Mann Jürgen Berlitz hatte stattdessen eine schräg angebrachte, transportable Schutzplanke angeregt.

Genau die scheint an der gefährlichen Anschlussstelle Bad Oldesloe inzwischen nachgerüstet worden zu sein. Eine kleine Betonmauer, wie sie sonst zwischen den Fahrstreifen steht, führt jetzt quer über die gesperrte Fahrbahn bis an das Ende der Mittelleitplanke heran und umschließt dieses.

Grundsätzlich ist es so, dass die Baufirma die entsprechenden Genehmigungen, zu denen auch die Auflagen des Straßenbauamts zwecks Baustellensicherung gehören, einholen muss. Dem Auftragnehmer obliegt es, sie abzuwickeln und zu unterhalten – oft durch einen spezialisierten Subunternehmer. Wie Jens Sommerburg, Chef des Lübecker Straßenbauamts auf Nachfrage erklärte, sei es „gängige Praxis und üblich“, solche Einfädelungen mit einer gelben Markierung und Warnbaken zu sichern. So sieht es die „Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ (RSA 95) vor. So war es an der Auffahrt auch bislang.

„In der Nachschau wurde entschieden, die Einfädelung zur Abtrennung des Verkehrsraums von der Baustelle um eine Betrontrennwand zu ergänzen“, sagte Sommerburg. Das habe man „in einer größeren Runde“ vereinbart, an der neben dem Landesbetrieb unter anderem auch die Baufirma teilgenommen hatte.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert