Kfz-Innung Stormarn: : Nach der Prüfung geht’s erst richtig los

22 erfolgreiche Kraftfahrzeug-Mechatroniker haben im Bargteheider Schützenhof ihr Prüfungszeugnis erhalten, das den früheren Gesellenbrief abgelöst hat.
22 erfolgreiche Kraftfahrzeug-Mechatroniker haben im Bargteheider Schützenhof ihr Prüfungszeugnis erhalten, das den früheren Gesellenbrief abgelöst hat.

Junge Kraftfahrzeug-Mechatroniker haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und stellen sich auf lebenslanges Lernen ein.

shz.de von
01. Februar 2015, 16:04 Uhr

„Wir begrüßen hier die Elite des Handwerks“, sagte Lorenz Schröder zu Beginn. Im Bargteheider Schützenhof erhielten 22 erfolgreiche Kraftfahrzeug-Mechatroniker ihr Prüfungszeugnis, das den früheren Gesellenbrief abgelöst hat. „Sie haben damit ein solides Fundament an Fachwissen erworben“, sagte Schröder, Obermeister der Stormarner Kfz-Innung. Nur zwei Azubis hatten nicht bestanden.

„Noch nie haben sich die Bedingungen so rasant geändert“, sagt Schröder, „die Halbwertszeit des Wissens beträgt nur noch fünf Jahre.“ Das Handwerk sei offen für jeden ausbildungsbereiten jungen Menschen: „Wir fragen nicht, wo kommst du her, sondern wo willst du hin?“

Ihren Klassenlehrer Heino Campen hatten die heutigen Gesellen zu Beginn des Schuljahrs verloren. „Er hat seinen Beruf gelebt und sich immer für die Menschen eingesetzt“, so Frank Nölker von den Beruflichen Schulen in Ahrensburg.

Das Kfz-Handwerk bilde deutlich über den eigenen Bedarf aus. Gut ausgebildeten Facharbeitern stünden aber viele Türen offen. Frühere Absolventen arbeiteten heute als Flugzeugbauer, Windkraft-Mechatroniker oder studierten Fahrzeugbau, hatte Nölker auf einem Klassentreffen erfahren. „Wichtig für die jungen Leute sind heute nicht nur eine angemessene Bezahlung, sondern vor allem auch ein positives Arbeitsklima.“

Auch Nölker hob die Bedeutung der Fortbildung hervor. Die Elektromobilität und Assistenzsysteme seien neue Herausforderungen. „Unsere Fahrzeuge werden immer hochwertiger und langlebiger, das erfordert fachkompetente Mechatroniker.“ Eine Wegwerf-Mentalität könne sich die Menschheit immer weniger leisten, denn die Ressourcen unseres Planeten seien endlich.


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