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Blindgänger in Oldesloe : Nach Bombenfund: 2000 Menschen in Gefahr

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am Donnerstag wird erneut ein Blindgänger entschärft. Dafür müssen zahlreiche Straßen gesperrt und ein Gefahrenbereich mit 500 Metern Radius um die Fundstelle muss evakuiert werden.

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erstellt am 20.Aug.2014 | 11:45 Uhr

Sie wiegt 500 Kilo und ist auch nach mehr als 50 Jahren noch brandgefährlich: Wie bereits berichtet ist im Bereich Masurenweg/Glindhorst bei Bauarbeiten in dreieinhalb Metern Tiefe ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Morgen ab 14 Uhr soll die Fliegerbombe entschärft werden. Der zu evakuierende Sicherheitsbereich hat einen Radius von 500 Metern – rund 2000 Menschen werden ihre Häuser und Wohnungen spätestens um 13 Uhr verlassen müssen.

Da scheint Chaos programmiert zu sein, denn mit der B208 (Ratzeburger Straße) und der Industrie-Straße werden gleich zwei Hauptverkehrsachsen gesperrt. Auch die Bahnlinie Hamburg-Lübeck liegt im Gefahrenbereich. Der Zugbetrieb wird eingestellt werden müssen.

Die Großbetriebe wie Minimax und Aspen sind nicht betroffen. Auch das Forsthaus muss diesmal glücklicherweise nicht geräumt werden. Dafür sind aber diverse Supermärkte und Autohäuser auf der gegenüber liegenden Straßenseite gehalten, um 13 Uhr zu schließen.

Der Evakuierungsbereich in Bad Oldesloe
Der Evakuierungsbereich in Bad Oldesloe

„Die Bewohner sollten sich darauf einrichten, für mehrere Stunden nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren zu können“, kündigt Polizeisprecherin Sonja Kurz an: „Wie lange die erforderlichen Maßnahmen dauern werden, ist nicht absehbar.“ Personen, die nicht bei Familienangehörigen, Freunden oder sonstwo unterkommen können, steht Donnerstag, ab 11 Uhr, die Kurparkschule zur Verfügung. Ein Bürgertelefon wird vom Kreis Stormarn eingerichtet. Das Telefon ist ab heute, 8.30 Uhr, bis zum Einsatzende besetzt. Dort werden Fragen rund um das Thema beantwortet. Die beteiligten Organisationen (Ordnungsamt der Stadt Bad Oldesloe, Feuerwehr, Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei) arbeiten eng zusammen und werden im Bereich ihrer Möglichkeiten alles tun, um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Polizeibeamte beginnen heute damit, im Gefahrenbereich Handzettel zu verteilen. Sonja Kurz appelliert: „Bitte benachrichtigen Sie auch Nachbarn, Freunde und Bekannte, die in dem Bereich wohnen, damit alle Betroffenen informiert sind und die Evakuierungsmaßnahmen reibungslos ablaufen können. Bitte unterstützen Sie auch speziell Nachbarn und andere Menschen, die Hilfe benötigen.“


Folgende Straßen werden ab 13 Uhr gesperrt: Ratzeburger Straße/ B208, Industriestraße, Stoltenrieden, Turmstraße, Johannes-Ströh-Straße, Masurenweg, Am Glindhorst, Paperbarg Sehmsdorfer Straße/K67 Louise-Zietz-Straße und Anna-Heitmann-Weg.

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