Polizeischutz an Stormarner Schulen : Nach Amokdrohung: Am Donnerstag findet Unterricht statt

Die Polizei ist - schwerbewaffnet - am Schulzentrum Glinde. Mit Hunden wird das Gelände durchsucht.
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Die Polizei ist - schwerbewaffnet - am Schulzentrum Glinde. Mit Hunden wird das Gelände durchsucht.

Am Schulzentrum Glinde und der Erich Kästner-Gemeinschaftsschule in Barsbüttel fiel der Unterricht aus. Eingangskontrollen der Polizei sollen die Sicherheit der Schüler gewähren.

shz.de von
21. Januar 2015, 11:15 Uhr

Kiel | Schulausfall für fast 2000 Schüler im Kreis Stormarn: An drei Schulen ist am Mittwoch die Schule ausgefallen – weil ein Unbekannter eine Amokdrohung per E-Mail schickte. Es handelt sich dabei um folgende Schulen: Schulzentrum Glinde (Gymnasium Glinde und Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule) und Erich Kästner-Gemeinschaftsschule Barsbüttel. Am Donnerstag findet der Unterricht in den drei Schulen wieder planmäßig statt. Grund sei eine veränderte Einschätzung der Gefährdungslage, sagte ein Polizeisprecher.

Am späten Dienstagnachmittag kam  die Drohung bei einer der Schulen an. Das Drohschreiben sei kein langer Text gewesen, sondern nur eine kurze E-Mail an das Gymnasium in Glinde, die als Kopie auch an die Gemeinschaftsschule in Barsbüttel adressiert gewesen sei, sagte Polizeisprecher Andreas Dirscherl.

Da sich in dem Schulzentrum in Glinde neben dem Gymnasium die Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule befindet, wurde noch am Dienstag entschieden, dass an allen drei Schulen der Unterricht ausfällt. „Aus Ermittlungsgründen“, sagt das Bildungsministerium. Der Unterricht sei abgesagt worden, „um auf Nummer sicher zu gehen“, erklärte ein Polizeisprecher. „Wir nehmen das Schreiben ernst. Der Schutz der Schüler und Lehrer ist das erste Gebot“, sagte Innenminister Stefan Studt (SPD). Insgesamt waren 1990 Schüler betroffen, 1290 in Glinde und 700 in Barsbüttel.

Die Polizei war am Mittwoch mit etwa 30 Beamten im Einsatz. Mit Suchhunden und bewaffnet kontrollierten die Beamten die Schule. Das Umfeld der Schulen wurde abgeklärt. Auch am Donnerstag wird die Polizei an allen drei Schulen während des laufenden Schulbetriebs präsent sein und an den Eingängen Kontrollen durchführen.

Weiterhin laufen die Ermittlungen in Richtung Absender und Ernsthaftigkeit der E-Mail. Der Hintergrund sei bisher völlig unklar. „Möglich ist alles“, sagte der Polizeisprecher. Hinweise auf den Verfasser des Schreibens werden unter 040-7277070 entgegengenommen. Die Polizei bittet die Schüler der betoffenen Schulen, Augen und Ohren offen zu halten und sich an die zu melden, wenn ihnen zum Beispiel in den sozialen Netzwerken Äußerungen von Mitschülern auffallen.

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