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Torspekatkel : Nach 4:6 herrscht Gefühlschaos im Ernst-Wagener-Stadion

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Regionalliga-Fußballer des SV Eichede gleichen einen 1:4-Rückstand aus, um gegen Eintracht Norderstedt am Ende doch noch mit 4:6 zu verlieren. SVE-Coach Zapel fühlt sich vom Schiedsrichter benachteiligt, hadert aber auch mit seiner Elf.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Es war ein Spektakel, das die Fans erfreute, aber die Trainer eher weniger. Die Fußball-Regionalligapartie zwischen dem SV Eichede und Mitaufsteiger Eintracht Norderstedt war an Dramatik kaum zu überbieten. Mit 4:6 (1:2) hatten die Stormarner letztlich das Nachsehen gehabt, nachdem sie einen zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand ausgeglichen hatten. Während die Anhänger des SVE ihre Mannschaft mit Gesängen „Wir sind stolz auf unser Team“ feierten, hatten die beiden Trainer einiges damit zu tun, das Erlebte zu verarbeiten.

„Das war nichts für schwache Nerven“, sagte Eintracht Norderstedts Coach Thomas Seeliger. „Nach dem 4:4 habe ich schon Böses geahnt.“ Oliver Zapel war bedient. „So ein Spektakel hätten wir uns ersparen können. Das waren 40 Minuten Anti-Fußball“, sprach der Eicheder Trainer von der letztlich entscheidenden Phase zwischen der 30. und 70. Minute. „So haben wir uns in der gesamten Saison noch nicht verhalten. Wir haben nur zugesehen, wie Norderstedt Fußball gespielt hat.“

Die tolle Moral, die sein Team in Unterzahl und nach dem scheinbar aussichtslosen Rückstand bewies, geriet angesichts der Niederlage in den Hintergrund. „Wir sind sensationell zurückgekommen, nachdem wir vorher unerklärlich zurückgeschaltet hatten und dafür bestraft wurden“, sagte Verteidiger Nico Fischer. Norderstedts Keeper Johannes Höcker befand: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Kämpferisch war Eichede eine der besten Mannschaften, gegen die wir bislang gespielt haben.“ Doch das 4:4 reichte nicht. „Da hatte ich schon gedacht, das langt für den Punkt“, sagte SVE-Schlussmann Fabian Lucassen. „Das 4:5 macht er natürlich sensationell. Aber wir haben ihm auch zu viel Platz gelassen“, ärgerte sich der Keeper über fehlende Cleverness, die dazu führte dass Björn Nadler Norderstedt erneut in Front bringen konnte. Überhaupt beklagte Lucassen: „Wir haben mit vielen individuellen Fehlern zu dieser Niederlage beigetragen. So dürfen wir uns letztlich nicht beschweren.“

Ein wenig taten die Eicheder das dann aber doch. „Ich hoffe, dass die Schiedsrichter heute gut schlafen können“, ätzte Zapel in Richtung der Unparteiischen. „Der Elfmeter, der zum 1:3 geführt hat, war unberechtigt, außerdem hat er ein klares Tor nicht anerkannt“, ereiferte sich der SVE-Coach und fühlte sich zum wiederholten Mal um Zählbares betrogen – nicht jeder konnte das nachvollziehen. Während Fischer davon sprach, dass er den Elfmeter „eher nicht gegeben“ hätte, klagte Lucassen über die Doppelbestrafung in Form der Roten Karte wegen einer Notbremse gegen Sebastian Meyer. „Da hätte Gelb aus meiner Sicht auch gereicht.“

Dem SVE steht nun nach der zweiten Niederlage in Folge eine arbeitsreiche Woche bevor. „Wir haben in den 40 Minuten gesehen, wo wir ansetzen müssen.“ Dabei mithelfen kann künftig wieder Michael Meyer. Der angestrebte Studienplatz des 25-Jährigen in Wien kam nun doch nicht zustande.

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