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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:47 Uhr

Musiker wollen Spaß und Respekt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die neunte Ahrensburger Musiknacht setzt am 30. Mai auf die bewährten Stärken mit lokalen und internationalen Künstlern

shz.de von
erstellt am 28.Mär.2015 | 14:48 Uhr

Blues zwischen Töpfen oder Jazz beim Frisör – 24 Live-Konzerte an 17 Orten: das ist die Ahrensburger Musiknacht. Am 30. Mai geht die von Felizitas Thuneke organisierte Veranstaltung in die neunte Runde. Die Geschichte der Musiker an ungewöhnlichen Konzertlocations ist hinlänglich bekannt, hat aber ihren Reiz nicht verloren. Fest steht, dass die Musiknacht ein Erfolgskonzept ist, das in der Schlossstadt funktioniert.

Das liegt unter anderem daran, dass es sich herumgesprochen hat, dass die Qualität der Auftretenden durchgängig hoch ist. Allerdings ist es in den vergangenen Jahren so auch dazu gekommen, dass das Event einen gewissen „In-Faktor“ bekommen hat, der dafür sorgt, dass immer mehr Besucher vorbeikommen, denen es um das „Dabei-gewesen“-Gefühl geht. Ein Umstand, der auch den Musikern nicht entgangen ist. „Es macht großen Spaß hier aufzutreten, vor allem gemeinsam mit den anderen Musikern zu jammen, aber wir hoffen natürlich auch auf den Respekt und das echte Interesse der Zuhörer“, erklärt Boogie-Woogie-Star Gottfried Böttger. Dass es bei einer so gewachsenen Veranstaltung dazu kommt, dass Menschen dabei sind, denen die Bindung zur Musik etwas fehle, sei leider so. „Ich kann aber sagen, dass es uns noch immer gelungen ist, unser Publikum zu kriegen“, lacht er.

Erstklassige Musiker wollen natürlich mehr sein, als nur lebendige Jukeboxen. Ständiges Reden und Filmen mit dem Handy trete immer häufiger auf und störe die Atmosphäre. „Wenn man uns so respektlos behandelt, kann ich schon mal sauer werden“, sagt Blueser Abi Wallenstein, der sich auch wünscht, dass Konzertbesucher den „Augenblick miterleben“ und die zahlreichen Auftritte der Musiknacht nicht nur primär durch eine Handykamera „genießen.“ „Das ist wirklich kein rein Ahrensburger Problem“, betont er. „Es reizt mich in so mancher Umgebung hier zu spielen, in die die Musik augenscheinlich erst mal nicht passt. Wie zum Beispiel Blues in einer Sparkasse“, so Wallenstein, der dabei auf das Image des finanziell abgebrannten Bluesers verweist. „Wir haben seit Jahren ein großartiges Publikum und verlässliche Partner“, so Thuneke. „Es ist Felizitas Verdienst, dass es dieser Veranstaltung eben nicht geht, wie dem Alstervergnügen, das von einer kulturellen Veranstaltung zu einer Sauf-und Fressmeile verkommen ist. Ich hoffe, das bleibt so“, so Böttger „Uns sind alle Musikfans willkommen, die sich darauf einlassen wollen“, so Thuneke. Auf „Rucksacktouristen“ mit mitgebrachtem Alkohol im Gepäck könne sie allerdings tatsächlich weiterhin sehr gut verzichten.

Neben dem Boogie-Woogie-Mann Böttger und Abi Wallenstein werden Musiker wie Jane Comerford („Texas Lightning“), Marvin Brooks, Patricia Vonne, Jaimi Faulkner, Axel Zwingenberger, Buket oder auch Organ Explosion für sicherlich viele musikalisch bemerkenswerte Momente sorgen. Ein bisschen Raum wird erneut für regionale Nachwuchskünstler wie Tramper und Goodwill Intent geschaffen.

Los geht es am 30. Mai um 16 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 25 oder an der Abendkasse für 30 Euro.

www.musiknacht-ahrensburg.de

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