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Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 21:04 Uhr

Kult am Kalkberg : Musik-Beben in Bad Segeberg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schlager, Samba, Tanzen die ganze Nacht – beim 20. Kult am Kalkberg sind 10.000 Fans völlig aus dem Häuschen.

In der Anmoderation erklingen die ersten Takte, schon kocht die Stimmung schon hoch. Als die beiden Sänger „Klaus und Klaus“ sich dann singend ihren Weg durch die Menge bahnen, sind 10.000 Besucher schier aus dem Häuschen. „An der Nordseeküste“ müssen die beiden kaum selbst singen, so laut ist der Chor der Besucher. Als sie mit „Da steht ein Pferd auf dem Flur“ und dem Lied vom Eiermann eine Polonaise durch das Freilichttheater in Bad Segeberg anführen, erreicht die Stimmung beim „Kult am Kalkberg“ einen Höhepunkt.

Nach 20 Jahren fand am Sonnabend in Bad Segeberg das seit Monaten ausverkaufte Finale der Veranstaltungsreihe statt. Jürgen Drews, Boney M., Sailor, die Vengaboys, Bellini und Harpo traten auf, der NDR präsentierte die Gala altbekannter Lieder, Fernseh-Moderator Christian Schröder führte durchs vierstündige Programm. „Super“ findet nicht nur Bo Janik aus dem nordfriesischen Bohmstedt das alles.

10.000 Menschen aller Altersgruppen, die zusammen mit lauter Musik feiern, dabei geht es feucht-fröhlich zu, spontane Verbrüderungen wildfremder Leute und Tanzeinlagen allenthalben. Kellner laufen mit Tabletts voller Bier durch die Reihen, während auf der Bühne eine Show mit üppigen Lichteffekten und sehr gutem Klang abläuft. Kameras übertragen das Geschehen auf eine Großbildleinwand, die Lautstärke ist groß, wird aber nie unangenehm.

In den Sitzreihen, wo zwischendurch kaum noch jemand hocken bleibt, und den Gängen geben sich die Besucher alle Mühe, die Musiker zur Kulisse für ihre eigene Show zu degradieren. Schreiend bunte Minipli-Perücken, Gruppen in einheitlich gestalteten T-Shirts, aufblasbare Plastikgitarren, Blumenkränze, bunte Hüte oder wenigstens selbst beschriftete Warnwesten prägen viele Outfits.

Wo ein bisschen Platz ist, wird getanzt, eine Polonaise wälzt sich unfallfrei die steile Treppe hinunter. Bei allem Überschwang geht die Rücksicht nicht verloren: Wer beim Tanzen jemanden anrempelt, entschuldigt sich, auch im dicksten Gewühl wird Platz gemacht für diejenigen, die vorbei wollen. Sogar in der sehr langen Schlange vor der Damentoilette wird gesungen und getanzt. Es gibt zwar Platzkarten, aber viele Besucher sind unterwegs und niemand hindert sie daran, solange sie nicht zu lange einen Weg blockieren.

Brigitta Bahr aus Kiel kommt „immer“ zum Kult am Kalkberg: „Das gehört sich einfach so.“ Welche Band da vorne gerade spielt, das ist für die Kielerin „egal, Hauptsache Stimmung“. Und für die sorgen die Besucher schon, ob zum Plastikpop der Vengaboys, die aus zwei Männern und zwei Frauen bestehen, zur „Samba de Janeiro“ von Bellini oder „Daddy Cool“ von Boney M. featuring Liz Mitchell. Zum Mitsingen, Klatschen, Tanzen und Feiern passt es immer.

20 Jahre - der Kult bleibt
Nach 20 Jahren ist noch lange nicht Schluss. Der Kult bleibt: Mit „Kalkberg 2015 – Schlager, Kult und Party“ starten tiedemann art production gemeinsam mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverklag (sh:z)   am 2. Mai 2015 in eine neue Runde. Mit dabei sind unter anderem: Jürgen Drews, Ireen Sheer, Peter Wackel, Costa Cordalis, Achim Petry, Anna Maria Zimmermann, Ross Anthony und Abba Fever. Karten im Vorverkauf gibt es ab Montag, den 2. Juni 2014, in der Zeit von 12 bis 17 Uhr unter der Tickethotline 01805 - 00 14 45*, bei allen sh:z-Ticketcentern an den bekannten Vorverkaufsstellen und auch online bei www.reservix.de. Die Ticketpreise liegen zwischen 29,50 und 45,50 Euro zuzüglich 10 Prozent Vorverkaufsgebühr.

* 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz und maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz

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