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Hängepartie : „Müssen uns punktuell noch verstärken“

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Basketballerinnen der ATSV-Twisters sind Vizemeister der 2. Regionalliga – und träumen vom Aufstieg. Trainer Carsten Schittkowski blickt im Interview zurück und erklärt, was sich im Aufstiegsfall alles ändern muss.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Mit einem Parforceritt hatten sich die Basketballerinnen der Ahrensburg Twisters in der 2. Regionalliga den zweiten Tabellenplatz gesichert – und dürfen noch vom Aufstieg träumen. Bis zum Wochenende soll sich herauskristallisieren, ob Meister BG ’89 Rotenburg/Scheeßel II sein Startrecht für die 1. Regionalliga wahrnimmt. Nach Informationen des Stormarner Tageblattes werden die Niedersächsinnen wohl verzichten und den Weg für die Stormarnerinnen frei machen. Coach Carsten Schittkowski stand im Interview über die abgelaufene und neue Saison Rede und Antwort und erklärt, was sich bei einem Aufstieg alles ändern muss.

Carsten Schittkowski, Ihr Team hat die Saison auf Rang zwei beendet und damit den Aufstieg eigentlich nicht geschafft – warum haben es die Ahrensburg Twisters trotzdem verdient, in der 1. Regionalliga zu spielen?

Weil wir das beste Team der Rückrunde waren. Wir haben zwei unserer drei Saisonniederlagen in den ersten drei Spielen kassiert – und zwar gegen die Topteams Rotenburg und Langenhorn. Anschließend haben wir alles gewonnen, nur noch das Spiel gegen Lüneburg verloren. Aber das kann passieren. Bayern ist auch gegen Mönchengladbach zu Hause leer ausgegangen.

In der Vorsaison ist Ihr Team in unveränderter Formation nur Drittletzter geworden, was war ausschlaggebend für die abgelaufene ungleich erfolgreichere Spielzeit?

Es hat etwas gedauert, bis unser System gegriffen hat. Im Vorjahr hatten wir mit Sarah und Samantha Ochs und Sabrina Lange drei neue Spielerinnen bekommen, da mussten alle Teile erst einmal zueinander finden. In diesem Jahr hat das Team dann super funktioniert, wir haben tollen Basketball gespielt. Die Spielerinnen haben verinnerlicht, dass es nicht darum geht, dass eine 30 Punkte macht, sondern wir als Team erfolgreich sind. Wir haben in dieser Saison in der Offensive umgestellt und spielen im Vergleich zu früher anspruchsvoller, das ist auch schwerer zu verteidigen. Das geht aber nur, weil wir jetzt davon profitieren, dass unsere Jugendspielerinnen besser ausgebildet sind.

Sie sind jetzt seit fünf Jahren Coach bei den Twisters, was hat sich seither verändert?

Wir haben komplett umgebaut und auf junge Spielerinnen mit einer besseren Ausbildung gesetzt. Als ich vor fünf Jahren anfing, war der Altersdurchschnitt ungefähr doppelt so hoch. Aus dem Team von damals sind nur noch Lara Müller und Anna Kunze übrig.

Was muss sich für die 1. Regionalliga noch ändern?

Wir müssen noch breiter aufgestellt sein. Wie bereits angesprochen, haben wir viele junge Spielerinnen, von denen einige dem Niveau in der 1. Regionalliga wohl noch nicht ganz gewachsen sind. Die vier Topteams sind ein anderes Kaliber, die anderen Mannschaften der Klasse aber schlagbar. Wir werden uns wohl mit drei Spielerinnen punktuell verstärken müssen und zwei Jugendspielerinnen dazu holen.

Gibt es bereits feste Zusagen von neuen Spielerinnen?

Ich werde zu diesem Zeitpunkt keine Namen nennen.

Durch den (möglichen) Aufstieg ergeben sich auch Probleme: Die bisherige Heimspielstätte in der Grundschulhalle Reesenbüttel fällt weg. Ist Ahrensburg überhaupt bereit für die 1. Regionalliga?

Wir müssen raus aus der Halle, da sie nicht über die erforderlichen Änderungen in der Linierung verfügt. Die einzige Halle in Ahrensburg, die dafür geeignet ist, ist eigentlich die Heimgarten-Halle, aber die fällt auch weg, weil dort die Handballer drin sind. Und es ist ausgeschlossen, dass wir in unterschiedlichen Hallen trainieren und spielen. Das Problem ist, dass es keine Halle für 300 bis 400 Zuschauer gibt, in der Stimmung aufkommt, das ist ein riesen Problem für die Stadt, aber wir haben eine Halle im Auge, die für uns weitestgehend geeignet wäre. Der Zuschauerzuspruch wird dann davon abhängen, wie attraktiv wir spielen. Wir sind aber auf einem guten Weg und ich denke, dass wir den Klassenerhalt durchaus schaffen können.

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