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Rollentausch : „Müssen kleine Brötchen backen“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In der Fußball-SH-Liga fühlt sich Oliver Zapel, Coach des SV Eichede, nach der 1:2-Niederlage gegen Heide bestätigt, dass seine Elf kein Titelaspirant sei. Heute geht es für den SVE zum starken Aufsteiger Kilia Kiel.

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Nach zwei Siegen zum Auftakt gegen den PSV Neumünster (3:2) und den Oldenburger SV (2:0) erlitt der SV Eichede am vergangenen Sonntag erstmals Schiffbruch in der noch jungen Spielzeit. Dem ebenfalls zuvor mit zwei Siegen gestarteten Heider SV mussten sich die Stormarner nach zwischenzeitlicher Führung noch mit 1:2 geschlagen geben. „Vielleicht wird jetzt klar, warum ich immer gesagt habe, dass wir mit den vorderen Plätzen nichts zu tun haben werden“, polterte Oliver Zapel, Coach des Stormarner Fußball-SH-Ligisten.

„Wir haben zwar auch ohne Leistungsträger wie Ian-Prescott Claus, Ridel Monteiro, Gerrit Schubring oder Dominic Ulaga bis zur 70. Minute ein gutes Spiel gemacht und Heide nach Belieben beherrscht. Doch uns fehlte dann einfach die nötige Erfahrung auf dem Platz – gerade als es darum ging, kühlen Kopf zu bewahren und einen sicher geglaubten Sieg nach Hause zu fahren“, fühlt sich der 47-Jährige in seiner vor dem Saisonstart gegebenen Prognose bestätigt.

Als besonders ärgerlich empfand der Trainer der „Bravehearts“ auch die zuletzt kassierten Gegentore. Gegen Heide fing sich der Dritte der Vorsaison zwei Konter ein. „Die waren furchtbar und schmerzhaft. Hier hat man bereits gesehen, wie sehr uns ein Jonathan Marschner in der Defensive fehlt.“ So müssten nun zunächst „kleine Brötchen“ gebacken werden am Ernst-Wagener-Stadion. „An solche Spiele müssen wir uns Wohl oder Übel gewöhnen. Wir haben eine harte Saison vor uns, in der es darum geht, die schwer wiegenden Abgänge von Jan-Ole Rienhoff, Flodyn Baloki, Andre Kossowski, Leo Seiler und Simon Koops zu kompensieren“, sagt Zapel, dem darüber hinaus das Fehlen von Defensivspieler Marschner (Australien-Aufenthalt) besonders zu schaffen macht. „Unsere Aufgabe wird es nun primär sein, wieder junge Spieler für die Zukunft auszubilden. Deswegen sollte man endlich mit dem Quatsch aufhören, uns als Titelaspiranten zu bezeichnen“, findet Zapel klare Worte.

Vielleicht ist es also ganz gut, dass es kaum Zeit zum Nachdenken gibt, das nächste Punktspiel bereits heute stattfindet. Bevor das SVE-Team am Sonnabend in Preetz ran muss, steht am heutigen Mittwochabend (18.45 Uhr) die Auswärtshürde FC Kilia Kiel auf dem Programm. Vor dem Aufsteiger (zwei Siege in drei Partien) hat Zapel gehörigen Respekt. „In Kiel wartet auf uns der bisher stärkste Gegner. Eine extrem undankbare Aufgabe. Nicht zuletzt weil uns weiterhin viele Spieler fehlen. Einige werden wohl zudem erst kurz vor dem Anpfiff in Kiel eintreffen, da sie lange arbeiten müssen“, erklärt der SVE-Coach, der wohl weiterhin auf Torjäger Ian-Prescott Claus verzichten muss. „Bei ihm wird es wohl eng. Unter diesen Umständen wäre ich auch mit einem Punktgewinn schon sehr zufrieden“, schraubt Zapel daher bereits vor dem Anpfiff seine Erwartungen nach unten.

 

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