Motorradfahrer flüchtet vor Kontrolle

von
18. Juni 2014, 14:52 Uhr

Auf der Autobahn 226 fiel zwei Beamten des Polizeibezirksreviers Lübeck im Videowagen ein Motorrad auf, das schneller als die erlaubten 100 Stundenkilometer fuhr. Da die Geschwindigkeit des Hondafahrers deutlich höher schien, entschlossen sich die Beamten zu einer Messung. Das Ergebnis nach Toleranzabzug: 133 km/h. Der Fahrer wurde zur Kontrolle aufgefordert und deutete an, dass er die Abfahrt Bad Schwartau nehmen wollte. Dann aber zog er sein Motorrad wieder auf die Autobahn und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf der A1 weiter. Die Beamten schalteten Blaulicht und Horn ein und nahmen die Verfolgung auf. Der Flüchtende verlies die A1 Abfahrt Zentrum/Lübeck Mitte. Er missachtete eine rot geschaltete Ampel bei der Feuerwehrausfahrt. Die Fahrt ging dann weiter über die Friedhofsallee; dort fuhr er deutlich schneller als 100 Stundenkilometer und die Beamten verloren ihn aus den Augen. „Aber der Atem war länger“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz: „Der Videowagen stellte sich in der Vorwerker Straße auf und wartete. Und siehe da: Nach einiger Zeit fuhr das Krad an dem zivilen Wagen vorbei und die Beamten folgten ihm bis in der Nähe seiner Wohnung. Dort wollte der 33-jährige Ostholsteiner besonders clever sein, parkte sein das Motorrad in einem benachbarten Hinterhof und wollte zu Fuß nach Hause gehen. Da tippte ihn der Beamte von hinten auf die Schulter und die Flucht war beendet.“

Die Flucht vor der Polizei-Kontrolle – offenbar ohne besonderen Grund – wird nun teuer. Die Bußgeldstelle Lübeck wird ein Bußgeld in Höhe von 390 Euro mit vier Punkten, ein einmonatiges Fahrverbot und einer Verwaltungsgebühr erlassen. Gegenüber den Beamten äußerte der 33-Jährige, dass er geflüchtet war, da er nicht kontrolliert werden wollte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen