Ahrensburg : Moorwanderbrücke: Politik will die Alternativen sehen

Wieviel Geld wollen die Ahrensburger in die Hand nehmen, um die Holzbrücke zu sanieren oder neu zu bauen?
Wieviel Geld wollen die Ahrensburger in die Hand nehmen, um die Holzbrücke zu sanieren oder neu zu bauen?

Reine Schwimmbrücke oder zwei feste Teile? – Ausschuss revidiert Beschluss und will neu beraten.

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12. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Der Umweltausschuss hat seinen Beschluss, rund 800  000 Euro für einen Neubau der Moorwanderbrücke in den Etat zu stellen, wieder zurückgenommen. Für die Sitzung Mitte November hatte die Stadtverwaltung drei Varianten für eine Brücke mit schwimmenden und festen Teilen mit Lärche oder Bongossi-Holz für 720  000 bis 865  000 Euro vorgelegt – etwa doppelt so viel, wie zuvor veranschlagt worden war.

Dass es auch billiger geht, hatte die FDP von einem Bootssteg-Hersteller aus Schmalensee erfahren. Er hatte eine Brücke aus Lärchenholz auf Kunststoff-Schwimmelementen für 450  000 Euro angeboten. Die Stadt hatte diese Variante der Politik aber nicht vorgelegt. „Entweder verfügt der Bürgermeister selbst nicht über alle nötigen Informationen, oder er sorgt dafür, dass wir vom Informationsfluss abgeschnitten werden“, kritisierte FDP-Fraktionsvorsitzender Thomas Bellizzi.

Man habe die Vorschläge von einem Ingenieurbüro prüfen lassen, mit dem die Stadt gut zusammenarbeite, so Sarach auf Nachfrage. „Wenn jemand kommt und sagt, dass er billiger ist – das kann jeder behaupten. Bislang geht es nur um eine Kostenschätzung für den Haushaltsentwurf und dafür haben wir drei Varianten vorgelegt. Die Ausschreibung kommt später, und da kann sich ja jeder bewerben“, so der Bürgermeister.

Im Umweltausschuss sah man das anders und folgte dem FDP-Antrag. Ausschussvorsitzende Marleen Möller (SPD): „Wir haben den November-Beschluss aufgehoben, weil wir noch mehr Informationen haben möchten. Das Verfahren ist damit wieder offen.“ Bürgermeister Michael Sarach sagte zu, den Fraktionen alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

In den Haushalt soll wieder die ursprüngliche Summe von 450  000 Euro eingestellt werden, weitere 350  000 Euro, falls man sich für die teurere Variante entscheidet, werden mit einem Sperrvermerk versehen. Zudem soll der Naturschutzbeauftragte der Stadt eine Stellungnahme abgeben. Den Vorschlag für eine Brücke mit zwei festen Teilen hatte die FDP kritisch gesehen, weil man für die Gründung in dem sensiblen Gebiet Stelzen in den Boden rammen müsste. SPD-Fraktionsvorsitzender Hartmut Möller sieht für eine neue Moorwanderbrücke zwei Probleme. Zum einen ist das die Summe . „Der Preis ist natürlich happig. Einige bei uns sind der Meinung, dass es zurzeit nicht in den Finanzrahmen der Stadt passt“, so Möller. Zudem sei er nicht überzeugt, dass man die naturschutzrechtliche Genehmigung bekomme, wenn bei einem Neubau der Bestandsschutz wegfällt.

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