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Bargteheide : Mitglied der christlichen Familie

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neues Gotteshaus der Neuapostolischen Kirchengemeinde in Bargteheide feierlich eingeweiht.

Mit einem Weihe-Gottesdienst hat eine neue Kirche in Bargteheide ihre Arbeit aufgenommen. Das Gotteshaus der Neuapostolischen Gemeinde ist im Kamp angesiedelt, an gleicher Stelle wie ein früher genutzter Altbau. „Die Gemeinde will ein Mitglied in der christlichen Familie Bargteheides sein“, sagte Rüdiger Krause, Bezirksapostel und Norddeutscher Präsident der Neuapostolischen Kirche.

Das Gebäude in Holztafelbauweise ist in Jahresfrist fertig gestellt worden. „Das Material ist ökologisch, weil im Holz viel Kohlendioxid für lange Zeit gespeichert wird“, sagt Architekt Gottfried Fink. Die Kirche umfasst eine Grundfläche von 250 Quadratmetern und erhält durch lange Fensterfronten und Oberlichter viel Helligkeit. „Wir wollen damit unsere Offenheit demonstrieren“, so Fink. Die Farbgebung der Fenster, der Fassade und des Raums strahle einen goldenen Glanz aus. Der Bauherr habe ihm viel Freiheit gelassen. Neben dem Kirchensaal sind Räume für die Gemeindearbeit entstanden, etwa für die Sonntagsschule. Gottesdienste mit Abendmahl werden an jedem Mittwoch und Sonntag gehalten. Eine Besonderheit ist der „schwebende“ Altar. „Wir wollten die Bedeutung des Abendmahls für uns herausarbeiten“, so der Architekt.

Die Neuapostolische Gemeinde existiert in Bargteheide seit 1929. „Zuerst haben wir Gottesdienste in Privatwohnungen gehalten, 1933 wurde ein Raum in der Rathausstraße angemietet“, berichtet Gemeindevorsteher Kai Reddig. Während des Zweiten Weltkriegs gab es keine seelsorgerische Betreuung. Nach dem Krieg konnten wieder Gottesdienste veranstaltet werden, zeitweise in der alten Volksschule oder im Gasthof am Markt. 1978 erwarb die Gemeinde die ehemalige Feuerwache im Kamp und baute sie für ihre Zwecke um.

Die Stadt fühle sich mit der Kirchengemeinde verbunden, von deren Arbeit viele Bürger noch gar nichts wüssten, sagte Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Beim Bau sei auch der Wunsch berücksichtigt worden, eine Verbindung zum Wohngebiet an der Trabrennbahn zu schaffen. „Eine echte Abkürzung ist entstanden, die Kinder haben damit einen kürzeren Schulweg“, so Görtz. Er bat um Unterstützung bei der Integration der Flüchtlinge. „Das ist eine christliche Aufgabe.“ Nach dem 2. Weltkrieg habe sich Einwohnerzahl in kurzer Zeit auf 6000 verdoppelt. „Jetzt kommen 140 Flüchtlinge zu 16  000 Einwohnern hinzu“, sagt Görtz. Krause sicherte die Unterstützung der Gemeinde zu: „Wir sind oft im Stillen tätig. Habt ein offenes Herz für alle, die nach Ruhe, Frieden und Schutz suchen“, sagte er in seiner Predigt.



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