Kreis Stormarn : Mit Video: Brand in Tischlerei in Bargteheide

Die Tischlerei ist wohl nicht zu retten.

Die Tischlerei ist wohl nicht zu retten.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig.

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21. März 2017, 20:00 Uhr

Bargteheide | Ein Großfeuer hat eine Tischlerei in Bargteheide komplett in Schutt und Asche gelegt. Stundenlang kämpften die Feuerwehrleute gegen die Flammen an. Die Tischlerei war nicht mehr zu retten, aber nahegelegene Gebäude blieben verschont. 

Gegen 18.25 Uhr, wurde das Feuer gemeldet, kurze Zeit später trafen die ersten Feuerwehrleute am Brandort ein. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits hohe Flammen aus dem Dach, sagte Sven Arne Einsatzleiter der Bargetheider Feuerwehr: „Eigentlich wurden wir auf der Anfahrt schon ziemlich deutlich auf den ausgedehnten Gebäudebrand hingewiesen. Die Leitstelle teilte uns mit, dass das Gebäude im Vollbrand steht und Gefahrstoffe da drin gelagert sein sollten. Daraufhin haben wir die Stichworterhöhung und den Löschzug Gefahrgut alarmieren lassen. Außerdem sorgte eine 110 KV Stromleitung, die über das Gebäude verläuft für Probleme. Wir haben sofort die Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich gelenkt und gewartet bis die Leitung stromlos war.“

Feuerwehrleute besprechen das weitere Vorgehen. Im Hintergrund frisst sich das Feuer durch den Gebäudekomplex.
Peter Wüst
Feuerwehrleute besprechen das weitere Vorgehen. Im Hintergrund frisst sich das Feuer durch den Gebäudekomplex.
 

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner im Gewerbegebiet Langenhorst aus ihren Wohnungen geholt. Drei Anwohner nutzten eine Notunterkunft, die in der Anne-Frank-Schule eingerichtet war, so Marco-Hecht Hinz, Sprecher der Polizei.

Messungen des Löschzugs Gefahrgut des Kreises Stormarn ergaben keine Auffälligkeiten hinsichtlich möglicher Giftstoffe in der Luft, davon hatte sich Stormarns Landrat Henning Görtz an der Einsatzstelle informiert: „Der Einsatz wurde professionell abgearbeitet, trotz schwieriger Voraussetzungen. Bin froh, dass keine Nachbargebäude Schaden genommen haben. Die Wehren haben sehr gut Hand in Hand gearbeitet. Mein großes Lob geht an alle Helfer. Sie haben herausragende Arbeit geleistet, da kann man stolz drauf sein.“

Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum frühen Morgen lang an an. Insgesamt waren über 240 Einsatzkräfte am Brandort eingesetzt. Die Höhe des Sachschadens wird auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Kripo Lübeck nahm noch während der Löscharbeiten erste Ermittlungen auf.

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