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Stormarner Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Mit Propeller und Seilzug-Steuerung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der „Zeppelin“ am Oldesloer Himmel war ein Heißluft-Luftschiff / Oldesloer hatte den Flug im Preisausschreiben gewonnen

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2015 | 11:06 Uhr

An den Anblick von Heißluftballonen hat man sich ja schon gewöhnt, aber was war das, was am Sonntag- und gestern Abend über Bad Oldesloe flog? Ein „Heißluft-Luftschiff“, klärt Ralf Kremer auf. Er fliegt dieses „Ding“, das nicht nur wie ein Ballon fahren, sondern dank Motor und Seitenruder auch starten und landen kann.

Die Höhe wird über den Brenner gesteuert, der gezielt nach vorne oder hinten heizt, die Seitenruder werden über Seilzüge betätigt. Im Gegensatz zu der 3000 Kubikmeter großen Hülle werden die Ruder mit Luft aus dem Propeller-Strom gespeist und versorgten gleichzeitig den Brenner mit Frischluft, während die schwere, verbrauchte Luft aus Ventilen nach unten fällt. Die Seitenruder sind so groß wie beim Airbus, und bei der Länge liegt das Heißluftschiff mit rund 40 Metern zwischen dem A  320 und dem A  321.

Entsprechend auffällig war der „Zeppelin“ am Oldesloer Himmel. Als er zum Startplatz, eine Wiese in Rethwischfeld, zurückkehrte, trafen auch viele Schaulustige dort ein, um die Landung des seltsamen Gefährts mitzuerleben. An Bord waren neben dem Piloten Yannik Neitzke seine Freundin Annika Schnick. Der Oldesloer hatte den Flug bei einem Preisausschreiben gewonnen: „Ich habe nur eine E-Mail geschrieben. Das war im April.“

Er musste nicht nur auf den Termin warten, sondern auch auf das passende Startwetter. Das heißt nicht nur Sonne, sondern auch möglichst wenig Wind. Und das ist meistens abends der Fall. Großer Vorteil der Heißluftschiffe: Sie können auf jeder großen Wiese starten und ein Anhänger reicht für die offene Kabine mitsamt der Technik und der gefalteten Hülle.

Vom Flug waren Yannik Neitzke und Annika Schnick begeistert. „Wir sind über meine ehemalige Schule und mein Elternhaus geflogen, und viele Menschen haben uns zugewinkt. Das war fantastisch“, so Neitzke: „Ich glaube, ich möchte das noch mal machen.“

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