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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 11:12 Uhr

Mit Plattdeutsch aufs Siegertreppchen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vorlesewettbewerb „op Platt“: Zweiter Sieger kommt aus Bad Oldesloe

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 17:03 Uhr

Lasse Schmidt (Foto) strahlt immer noch, zu seinem 2. Platz im Landschaftsentscheid befragt: „Beim Wettbewerb in Wahlstedt dabei zu sein, war trotz des 2. Platzes eine gute Erfahrung“, berichtet er, zurück in der Theodor-Storm-Schule (TSS). „Die erste Siegerin, Christine Moeckelmann vom Gymnasium Kaltenkirchen, war einfach noch textsicherer“, meint Lasse als fairer Zweiter. Er hat die Geschichte auch nicht so viel geübt, räumt er ein, aber zur Übung seiner großen Schwester vorgelesen.

Vor allem die leckeren Naschsachen sind ihm in guter Erinnerung vom Lesewettstreit der vier Jungen und vier Mädchen, die vor etwa 20 Besuchern und der fünfköpfigen Jury einen selbst gewählten Text aus dem aktuellen Leseheft zum Wettbewerb vortrugen. Da die Teilnehmer die besten ihrer Schulen sind, war das Niveau der Beiträge in der Wahlstedter Stadtbücherei sehr hoch.

Lasse hat nicht erst durch den Wettbewerb an der Oldesloer Theodor-Storm-Schule Übung im Plattdeutschen bekommen, sondern auch sein Vater spricht zu Hause regelmäßig „Platt“ mit ihm. So war es auch kein Wunder, dass er an der TSS im Dezember Schulsieger wurde und die Oldesloer nun weiter im Wettbewerb vertreten wird.


Für die nächste Runde qualifiziert


Lasse ist gemeinsam mit der Erstplatzierten in der nächsten Runde und liest im Mai bei der Regionalentscheidung. Wenn er sich dabei weiter durchsetzen kann, qualifiziert er sich für die Landesentscheidung am 18. Juni in Rendsburg. Der Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ wird alle zwei Jahre vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) veranstaltet, gesponsert von der SH Sparkassenstiftung.

An der TSS gibt es in Ulrike Hahne eine Plattdeutsch-Beauftragte, die alle zwei Jahre den Wettbewerb vorbereitet und mit mehreren plattdeutschsprechenden Kollegen als Jury durchführt. „Natürlich nutzen wir den Wettbewerb, um einen Schulsieger ins Rennen schicken zu können“, meint die Pädagogin, „aber vor allem auch, um diese liebenswerte, witzige Mundart allen Schülern in der Vorbereitung näher zu bringen und am Leben zu erhalten“.

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