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Reinfeld : Mit Kunst in die „Küchenschlacht“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Kochen ist für mich kein Muss, sondern Lebensqualität“, lautet das Motto von Megi Balzer aus Reinfeld. Im Februar ist die Künstlerin in der ZDF-Show „Küchenschlacht“ zu sehen.

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erstellt am 20.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Als Künstlerin ist sie lange bekannt. Als Musikerin baut sie sich einen Namen auf und jetzt kocht Megi Balzer auch noch. Das heißt: Eigentlich hat sie schon immer mit großer Begeisterung gekocht. „Kochen macht mir Spaß, das ist Lebensqualität“, erzählt die aus Georgien stammende Reinfelderin: „Ich betrachte kochen als Kunst.“

Kunst steht am Anfang, wenn sie ein Gericht oder gleich ein Menü entwickelt. Ein Bild im Kopf, dass sie zu Papier bringt. Mit einem handelsüblichen Tinten-Roller skribbelt sie auf Papier, ein paar Striche, verwischt mit dem Finger, Strukturen bilden sich heraus, Licht und Schatten, das Werk gewinnt Tiefe. „Wenn es mir gefällt, dann koche ich es. Und wenn es mir schmeckt, dürfen die anderen auch probieren.“ Zu den bevorzugten Testessern gehört ihr Ehemann Frank. „Der ist sehr offen“, erzählt die 40-Jährige: „Er ist auch sehr kritisch. Und weil er blind ist, kann ich ihn optisch überhaupt nicht beeindrucken.“ Da zählt nur der Geschmack.

Und der hat es bei Megi Balzer in sich. In einer großen Schublade liegen sauber aufgereiht eine Unzahl an Gewürzgläsern. Hier verschiedene Paprika und Chili-Sorten, dort die indisch-asiatischen Mischungen. Megi Balzer: „Gelegentlich lasse ich mir auch was von meinen Eltern aus Georgien schicken.“ Je nach Jahreszeit baut sie im Garten Kräuter, Obst und Gemüse selber an. So kennt sie es aus ihrer Heimat. „Kochen ist Geselligkeit in Georgien. Man sitzt zusammen, kocht zusammen, isst zusammen“, berichtet sie. Von Großtante Luba, über deren Demenz-Erkrankung sie ein liebevolles Buch machte, und der Oma väterlicherseits lernte sie als Kind kochen. „Hier wissen die Leute nicht, wie man einen Granatapfel öffnet und müssen sich darüber ein Youtube-Video ansehen. Ich bin damit aufgewachsen“, verrät die diplomierte Künstlerin.

Sie komponiert Farben und Aromen auf dem Teller – Suppen oder weiche Gemüse bekommen etwas mit Biss zugesetzt und Würziges mischt sie gerne mit einem Hauch Süße.

Aus Spaß hat sie sich bei der ZDF-„Küchenschlacht“ beworben und wurde nach einem einstündigen Telefoninterview angenommen. Die Macher überzeugte ihr Mix aus Kunst und Kochen, der sich als roter Faden durch die Sendungen ziehen wird. Vom 8. bis 12. Februar wird Megi Balzer jeweils ab 14.15 Uhr im zweiten Programm zu sehen sein. Gecoacht wird sie von Nelson Müller. Der Speiseplan musste bereits vorher eingereicht werden. Mit gefüllten Auberginenröllchen mit Walnusspaste, gefülltem Kaninchenfilet in Schinken-Gouda-Mantel, Entenbrust mit Pflaumen-Zwiebel-Whiskey-Chutney und karamellisierten Nüssen sowie Kirschtörtchen will sie die Juroren überzeugen.

In Kürze steht das nächste Projekt auf Megi Balzers Zettel: Eine Woche lang besucht sie einen Cousin in Moskau. „Der betreibt da ein georgisches Restaurant. Da mache ich ein Praktikum“, denn die Idee, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, spukt ihr durch den Kopf.

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