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Stormarner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 21:53 Uhr

Mit Herzblut und großer Klappe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Verein SOS Lübeck, Betreiber des Cafés „Warm und Trocken“ (Wut) an der Untertrave, wird 35 Jahre alt. Wie in jedem Jahr hat die Vereinsvorsitzende Anke Timmermann-Grell vor Weihnachten ein Buch veröffentlicht. Dieses Mal geht es aber nicht um Rezepte oder Weihnachtserinnerungen, sondern um die Geschichte des Vereins.

Anke Timmermann-Grell hat in den vergangenen 35 Jahren einiges in Lübeck bewegt. Entstanden ist der Verein „Selbsthilfe Organisation Soziales“ aus eigener Betroffenheit. Der damals sechs Wochen alte Sohn der vierfachen Mutter wurde schwer krank. Sie beschloss, ihre Arbeit als Taxi-Fahrerin für ein Jahr zu unterbrechen und sich um ihr Kind zu kümmern. Statt Hilfe lernte sie soziale Ausgrenzung kennen. Beim Sozialamt fragte man sie nur: „Wieso haben Sie denn nun noch ein viertes Kind? Wie konnte das passieren?“ Das weckte den Kampfgeist der Lübeckerin. Sie informierte sich über ihre Rechte und beschloss eine Selbsthilfeorganisation zu gründen. Auf einen ersten Aufruf kamen 120 Menschen zusammen. Es gab viele Hürden, aber SOS blieb. Und konnte das Projekt „Warm und Trocken“ realisieren.

Hier bekommt jeder eine warme Mahlzeit. Und der Andrang ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht kleiner geworden. 70 bis 80 Personen kommen täglich vorbei, an einigen Tagen sind es über 100. In dem neuen Buch „Mit Herzblut und großer Klappe“ schildert Anke Timmermann-Grell die Geschichte des Vereins. „Allerdings nicht im Stil einer trockenen Chronik, sondern als eine sehr persönliche Erzählung unter Einbeziehung der mehr oder weniger prominenten Wegbegleiter dieses so erfolgreichen Projektes Begegnungsstätte Café Wut“, so die Vorsitzende des Lübecker Vereins.

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