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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 11:44 Uhr

Mit Geföhl un Wellenslag

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Niederdeutsche Bühne Ahrensburg fiebert der Premiere ihrer ersten Eigeninszenierung dieses Jahres entgegen

Ende Februar geht bei der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg wieder der Vorhang auf, für die erste Eigeninszenierung in diesem Jahr. Bei dem Stück „Mit Geföhl un Wellenslag“ können die Zuschauer dem grauen Wetter der letzten Wochen für zwei unterhaltsame Stunden an die sonnige Küste entfliehen. Aufgeführt wird diese Komödie um Mütter und die große Liebe am Donnerstag und Freitag, 19./20. Februar sowie am Freitag, 27. Februar. Jeweils um 20 Uhr hebt sich der Vorhang im Alfred–Rust-Saal (Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule, Wulfsdorfer Weg 71).

Die beiden gemütlichen Brüder Kalli und Peter, gespielt von Sven Mallon und Manfred Gepp, schippern gern mit ihrem Fischerboot aufs Meer hinaus und genießen das Leben. Doch eines schönen Sommertages fischen sie eine hilflose junge Frau auf einer Luftmatratze aus dem Meer und damit kommt ihr Leben ganz schön durcheinander.

Als Jenny (Angela Kruse) wieder zu sich kommt, erfahren die beiden, dass sie von zuhause ausgebüxt ist, weil sie es nicht mehr mit ihrer Mutter ausgehalten hat und auf keinen Fall wieder nach Hause will. Damit sich dort aber keiner Sorgen macht, ruft Peter bei Polizei an und kurze Zeit später steht Jennys Mutter Alma (Hannelore Gehrmann) in der Tür und setzt dem gemütlichen Leben ein Ende, denn sie will nicht eher gehen, solange ihre Tochter nicht mitkommt. Die nimmt aber das Angebot von Peter und Kalli an, solange zu bleiben wie sie will.

Doch zum Glück gibt es da ja noch den verrückten Käpt’n Brass (Baldur Müggenburg). Und der sucht nach einer neuen Haushälterin, seine bisherige ist nämlich abgehauen, nachdem er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Und nun sucht er nach einem passenden Ersatz: „Nich ünner veertig, nich mehr as hunnertsößtig Pund, blond, blaue Ogen, keen Rappelsnuut, aber ok nich to still, goode Kööksch, goode Manieren und Schuhgröße 42 oder größer“. Und offenbar passen eine Frau, die schon drei Ehemänner verloren hat und ein Mann, der schon drei Schiffe verloren hat gut zusammen. Bleibt nur noch die Frage, mit welchem der Brüder Jenny nun ihr Liebesglück findet ...

Dieses Lustspiel wurde von Konrad Hansen verfasst. Der 1933 in Kiel geborene Autor ist aus dem niederdeutschen Theater nicht wegzudenken. Er hat dem Genre immer wieder wesentliche Impulse gegeben und gehörte zu den fruchtbarsten Dramatikern des niederdeutschen Theaters und Rundfunks. Über die Programmgestaltung bei Radio Bremen kam er zur Schriftstellerei. Später wechselte er ans Theater und wurde 1980 Intendant des Ohnsorg-Theaters in Hamburg und 1987 Direktor der Niederdeutschen Bühne der Stadt Flensburg. Seit 1994 war er wieder als Regisseur und freier Schriftsteller tätig. Nach einem sehr schöpferischen Leben verstarb Konrad Hansen am 9. August 2012.

Regie führt bei dieser Komödie Hans-Jochim Eggers, der schon einige erfolgreiche Stücke auf die Bühne gebracht hat. Um die Requisiten kümmert sich hinter der Bühne Karin Blank (Inspizienz). Bei kleineren Texthängern springt als Souffleuse Antonie Otto ein. Um die Maske kümmert sich Anke von Hein. Das von Andrea Rühling entworfene Bühnenbild wurde von Helmut Bauske und Artur Seehaase gebaut. Damit Sie auf der Bühne auch etwas sehen, kümmert sich Mathias Horsch um die Beleuchtung.




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