zur Navigation springen

Klartext : „Mit einer Einstellung wie zuletzt steigen wir ab“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Im Tageblatt-Interview spricht Sven Buntfuß, Trainer der Verbandsliga-Fußballer des VfL Oldesloe, über die bedrohliche Lage im Abstiegskampf und die Gründe für das Abrutschen in der Tabelle.

Vor der Saison hatte sich der VfL Oldesloe in der Fußball-Verbandsliga ambitionierte Ziele gesteckt: So schnell wie möglich 50 Punkte sammeln, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun bekommen und ein neues Team aufbauen. Drei Partien vor Ende der Spielzeit steht bereits fest, dass die Ziele verfehlt wurden. Mit nur 33 Punkten auf dem Konto droht nach der 0:2-Niederlage gegen den Sereetzer SV sogar der Abstieg. Mit Oldenburg und Grün-Weiß Siebenbäumen warten zwei Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel an den letzten beiden Spieltagen auf die Stormarner. Ein Sieg gegen den direkten Tabellennachbarn Dornbreite II am Wochenende ist auch mit Blick auf diese Gegner wichtig. Im Stormarner Tageblatt spricht VfL-Trainer Sven Buntfuß über die aktuelle Situation.

Sven Buntfuß, wie groß ist die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Sereetz?

Ich bin nicht enttäuscht, denn leider habe ich nichts anderes erwartet. Das hatte sich in den vergangenen Spielen bereits angedeutet. Die Einstellung stimmt nicht. Sereetz hat hier nach dem allerletzten Strohhalm gegriffen. Das hatten wir so erwartet. Die Spieler waren also gewarnt. Nur haben sie zum Großteil nicht so gespielt.

Kann die Mannschaft den Klassenerhalt in dieser Verfassung überhaupt schaffen? Zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge und bei zwölf Gegentreffern traf der VfL nur ein Mal.

Mit einer Einstellung wie zuletzt steigen wir ab. So einfach ist das. Was willst du da viel reden? Es fehlte vor allem an Teamgeist. Da muss sich jeder Spieler selbst hinterfragen, ob er wirklich alles für den Mannschaftserfolg macht. Das Potenzial ist durchaus vorhanden. Es ist eine Frage des Zusammenhalts.

 

Die Vorbereitung auf die Saison lief gut und es hieß, dass die Neuzugänge optimal ins Team passen. War das ein Trugschluss?Was ist dann schief gegangen?

Wir waren mit der Vorbereitung und dem Kader tatsächlich sehr zufrieden. Dann haben wir auch direkt die ersten beiden Saisonspiele gewonnen. Die Euphorie war sehr groß. Wir haben dann aber acht Spiele in Folge verloren und in dieser Situation hat sich gezeigt, dass das Team noch nicht gefestigt war. Das war schon einer der Knackpunkte der Saison. Es hat sich in der Folge gezeigt, dass es doch ein großer Umbruch ist, wenn du zehn neue Spieler integrieren möchtest.

 

Liegt es auch daran, dass die Mannschaft mit Rückschlägen immer wieder größere Probleme als andere Teams zu haben scheint?

Naja, wir haben ja auch durchaus Spiele noch gedreht. Aber da ist trotzdem etwas dran. Wenn es schlecht läuft, bekommen wir zu oft einfach keine Stabilität mehr rein. Auch gegen Sereetz ist nach dem Rückstand keiner für den anderen gelaufen, es wurde nicht gemeinsam gekämpft.

 

Die fehlende Konstanz zeigte sich auch im Wechsel von teilweise sehr guten Spielen gegen starke Mannschaften und unerwarteten Niederlagen gegen schwächere Teams. Genau das sollte aber in dieser Saison nicht mehr passieren.
Ja, das ist uns nicht gelungen. Ich sehe es schon kommen: Wir brauchen vor dem letzten Saisonspiel gegen Oldenburg noch drei Punkte und holen die auch irgendwie. Konstante Leistungen wären aber wichtiger.

 

Was ist, wenn es wirklich zum Abstieg in die Kreisliga kommt?

Sollten wir absteigen, bleibe ich dennoch Trainer. Ich bin so oder so bereit, einen Neustart anzugehen. Sollten wir in der Verbandsliga bleiben – was ja durchaus möglich ist - werden wir den Saisonverlauf aber trotzdem kritisch analysieren müssen.

 

Bedeutet ein Neustart auch wieder einen großen Umbruch mit viele Abgänge aus dem derzeitigen Kader?
Nein, davon gehe ich aktuell nicht aus.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen