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Stormarner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 09:30 Uhr

Mit dem Geld gut gehaushaltet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Stadtverordneten beschlossen einen ausgeglichenen Haushalt und haben die anstehenden Investitionen genau im Blick

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 11:13 Uhr

„Zuerst hatten wir ein Minus, aber dann konnten wir einige Sachen schieben, so dass die Stadt einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann“, freut sich Bürgermeister Heiko Gerstmann über den guten Start in das neue Haushaltsjahr. Dies bedeute natürlich nicht, dass die Stadt komplett schuldenfrei sei, ergänzt der neue Stadtkämmerer Gerd-Heinrich Riemann, aber man sei auf eine „schwarze Null“ gekommen. „Wir haben zuerst mit höheren Investitionen durch den Bau einer neuen Lehrküche in der Immanuel-Kant-Schule gerechnet. Dieses Projekt konnte jedoch auf das nächste Jahr gelegt werden", erklärt Gerstmann.

Die Stadt habe außerdem mit weitaus mehr Ausgaben für den Nachzug von Flüchtlingsfamilien gerechnet. Kreditaufnahmen konnten durch geschickte Terminierung einiger Maßnahmen verschoben werden. Der neue Kämmerer betont, dass der ausgeglichene Haushalt 2016 nur durch die intensive und gute Zusammenarbeit von Politik mit der Stadtverwaltung möglich gewesen sei. Man habe nicht nur den Haushalt und die Investitionen für dieses Jahr, sondern auch die mittel- und langfristigen Pläne ganz genau im Auge. Riemann: „Auch in den Jahren 2017 bis einschließlich 2019 rechnen wir mit einem ausgeglichenen Haushalt.“ Leider sei es bisher noch nicht möglich gewesen, eine Eröffnungsbilanz nach der doppelten Buchführung zu erstellen, bedauert der Kämmerer. Diese sei jedoch in Arbeit und gebe dann einen noch genaueren Überblick, wo die Stadt genau stehe. „Wir haben auf jeden Fall seit 2010 bis heute keinen neuen Kredit aufgenommen“, sagt er.

Die Steuereinnahmen entwickelten sich entgegen der Prognosen positiv. Der Blick auf die Liquidität der Stadt sei beruhigend. Gerstmann ergänzt: „Wir muten dem Steuerzahler nur das zu, was absolut notwendig ist.“ Und das ist in diesem Jahr doch eine ganze Menge. Der erste Bauabschnitt der Sanierung der Matthias-Claudius-Grundschule wird 1,27 Millionen Euro verschlingen, die Planungen für die Restaurierung des Rettungszentrums 275  000 Euro. Der Bau des Verwaltungsneubaus hat bereits begonnen. Dafür hat die Stadt 798  000 Euro veranschlagt. Der Eigenanteil für weitere städtebaulichen Maßnahmen beträgt 415000 Euro, ein Grundstückserwerb erfordert 200  000 Euro.

Die Fußgängerbrücke vom Claudiushof zum Rathaus ist mit 20  000 Euro berechnet, die Bahnquerung für die Fußgänger und Pkw mit jeweils 85  000 Euro, die Sanierung eines Teilstücks der Ahrensböker Straße mit 40  000 Euro. Die Stadtverordneten segneten den Haushalt mit Enthaltungen der Wählerinitiative ab. Im April soll er von der Kommunalaufsicht genehmigt werden. Riemann sieht es positiv: „Wir können uns das leisten.“

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