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CDU Stormarn : Mit Alexander Schröter in die Verjüngung

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein junger Oststeinbeker ist neuer Kreisgeschäftsführer der CDU. Und auf dem Parteitag am 8. November soll mehr jüngere Leute in den Vorstand gewählt werden.

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erstellt am 23.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Ein 30-jähriger Oststeinbeker wird neuer Kreisgeschäftsführer der CDU. Alexander Schröter übernimmt am 1. November das Amt, das seit dem Wechsel von Markus Matthießen Ende Juli zum Flughafen Lübeck verwaist war. Schröter kennt sich in der Partei aus, war Vorsitzender der Jungen Union Glinde-Oststeinbek, JU-Kreis- und Landesgeschäftsführer.

„Alexander Schröter kennt die Parteiarbeit in- und auswendig“, sagt Kreisvorsitzender Claus Brandt. Das war aber nicht der einzige Grund, der für den Oststeinbeker sprach. Er hat Politik studiert und parallel in einer Hamburger PR-Agentur gearbeitet. „Neben der Betreuung der Ortsverbände wird es seine Aufgabe sein, Mitglieder und Bürger auch verstärkt über die sozialen Netzwerke anzusprechen“, so Brandt.

Zudem steht Schröter für eine Verjüngung der CDU-Führungsriege, die auf dem Kreisparteitag am 8. November umgesetzt werden soll. Brandt selbst hatte bereits vor zwei Wochen erklärt, nach 29 Jahren im Vorstand nicht wieder anzutreten. Als Nachfolger hat er den Ahrensburger Stadtver- und Landtagsabgeordneten Tobias Koch vorgeschlagen „und bisher nur positive Rückmeldungen bekommen“.

Koch soll am 8. November in Großhansdorf gewählt werden und will für freiwerdende Vorstandsposten nur Kandidaten zwischen 20 und 45 Jahren vorschlagen: „Wir werden eine deutliche Verjüngung haben.“ Man müsse die jüngere Generation ansprechen und neue Wege finden. Sowohl parteiintern als auch mit den Bürgern müsse wieder mehr diskutiert werden.

Eine Aufgabe, die Alexander Schröter angehen soll und will: „Ich sehe den Job als Dienstleistung und mir schwebt eine dialogfähige Partei vor. Die CDU ist am stärksten in der Fläche vertreten und hat deshalb die besten Chancen, mit den Menschen zu kommunizieren.“

Nach seinem Politikstudium in Kiel hatte sich Schröter, der überzeugter Katholik ist, 2013 eine Auszeit gegönnt und ein Jahr in Berlin bei den Franziskanern für soziale Projekte, vor allem eine Suppenküche, gearbeitet. „Ich hatte 60 bis 80 Stunden in der Woche gearbeitet – zu viel – und wollte ausprobieren, ob das ein Weg für mich ist.“ Er hat sich aber dagegen entschieden. Nicht nur „weil ich nach Norddeutschland gehöre“, sondern vor allem, weil „die Politik mich nicht losgelassen hat. Es ist das, was mich aufleben lässt, wenn ich gestalten und organisieren kann.“

Mit einer Verjüngung der Führungsriege hofft die CDU auch, dem Mitgliederschwund begegnen zu können. Seit 2009 haben die Christdemokraten in Stormarn fast 350 Mitglieder verloren. Was vor allem an der Überalterung liegt. Obwohl nach der letzten Bundestagswahl viele beitraten, ging die Zahl weiter um 35 auf jetzt knapp 1800 Mitglieder zurück. Koch: „Wir möchten Menschen die Chance geben, an der Basis mitzuarbeiten. Das ist ein mühsamer Weg, aber davon lebt eine Partei, davon lebt die Demokratie.“

 

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