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Missbrauchsfall im Kloster - Anzeige nach zwölf Jahren

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erstellt am 26.Mär.2010 | 07:22 Uhr

Travenbrück | Langsam kommen immer mehr Details ans Licht. Nachdem bekannt wurde, dass die Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs im Kloster Nütschau gegen einen Referenten ermittelt, hat sich gestern Bruder Johannes Tebbe mit einer Erklärung zu Wort gemeldet.

"Während einer Freizeit im Sommer 1998 ist es zwischen einem damals im Angestelltenverhältnis stehenden Mitarbeiter und einer damals 15-jährigen Teilnehmerin zu sexuellen Handlungen gekommen", räumt der Pressesprecher des Klosters ein. Die Eltern des Opfers hätten bald danach beim Prior des Klosters den Vorfall gemeldet. Nach Darstellung des Klosters hätten die Eltern seinerzeit mit Rücksicht auf ihre Tochter auf eine Anzeige verzichtet. Vor wenigen Tagen hätte die Familie des Opfers ihre Meinung geändert und dies dem Prior telefonisch mitgeteilt. Anschließend habe sich die inzwischen erwachsene Frau bei der Kommission zu Fragen des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Hamburg gemeldet und auch dort die Vorkommnisse gemeldet. Daraufhin sei die Lübecker Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden.

Die Mönche bedauerten den Vorfall und die daraus entstandenen Verletzungen zutiefst. Mit Hinweis auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wolle das Kloster Nütschau weiteren Aussagen dazu abgeben.

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