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Bad Oldesloe : Minister legt eine Schippe drauf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Winterdienst zeigt sich für die bevorstehende Jahreszeit gewappnet. Die Lager sind gut gefüllt. Mit Salzlösung soll dem Glatteis ein Schnäppchen geschlagen werden.

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Die Temperaturen sinken, die ersten echten Frostnächte stehen trotz des recht goldenen Oktobers vor der Tür. Jetzt beginnt die Saison der Winterdienste. Zum Start dieser besonderen Zeit für die Mitarbeiter von Autobahn- und Straßenmeistereien besuchte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer die älteste Autobahnmeisterei des Landes in Bad Oldesloe. Er verschaffte sich einen Eindruck von dem zur Verfügung stehenden Fuhrpark und tauschte sich mit den Fachkräften aus.

Der Leiter der Autobahnmeisterei, Jörg Becker, erläuterte die fertigen Pläne, nach denen die Zuständigkeit auf der A1 und A20 in sechs Bereiche aufgeteilt ist. Sieben eigene Fahrzeuge ( fünf LKW und zwei Unimogs) kann Becker zum Einsatz bringen. Hinzu kommen zehn Privatunternehmen, die er unter Vertrag genommen hat. Eines der hauseigenen Fahrzeuge kann zwei Spuren gleichzeitig räumen, mit einer Breite von vollen sieben Metern.

„Wir sind auch in Sachen Salzbestand gut ausgerüstet. In Bad Oldesloe lagern 850 Tonnen, im Beladesilo nochmal 150 Tonnen, dazu kommen 600 Tonnen in Barsbüttel und 250 Tonnen in Hamberge. Im Extremfall kann dieser Vorrat binnen Tagen verbraucht sein. „Seit letztem Jahr setzen wir auch auf eine besondere präventive Maßnahme. Drei bis vier Stunden vor angekündigtem Frost wird eine Natriumchlorid-Lösung auf die Straße aufgebracht. Sie verzögert die Glättebildung und lässt zu, dass Schnee schneller geräumt wird.“

Insgesamt stehen Becker zwanzig Mitarbeiter für den Räum- und Streudienst zur Verfügung. Hinzu kommen vier Mitarbeiter in der Einsatzleitung, einer zum Beladen und ein Schlosser für Reparaturen.

Negativ habe sich die Erwartungshaltung der Bevölkerung entwickelt. „Man wird beschimpft, sogar bedroht. Es ist Irrsinn. Mitarbeiter werden während der Räummaßnahmen überholt und dann beschweren sich dieselben Fahrer, dass sie 200 Meter weiter im Graben liegen“, berichtet Becker. Ein Vorgang, den Arbeitsgruppenleiter Stefan Klempau bestätigt. „Wir machen was wir können, aber wir können halt nicht überall gleichzeitig sein. Leider verstehen viele Mitbürger das einfach nicht. Sie denken nur an sich.“ Es gebe aber auch positive Ausnahmen, in denen Dank ausgesprochen werde.

„Trotz aller Vorkehrungen, entbindet das die Verkehrsteilnehmer nicht von der Pflicht, vorausschauend und vorsichtig zu fahren“, mahnte Minister Meyer. Er appellierte an die Autofahrer, Rücksicht auf die Mitarbeiter der Straßenmeistereien zu nehmen. „Sie verrichten ihren Dienst rund um die Uhr für die Sicherheit der Mitbürger“, so Meyer.

Die 620 Mitarbeiter in den 26 Autobahn- und Straßenmeistereien im Lande betreuen insgesamt 481 Autobahn-Kilometer, 1439 Kilometer Bundesstraßen, 3529 Kilometer   Landstraßen und 2668 Kilometer Kreisstraßen. Meyer stellte klar, dass er niemals Kürzungen im Bereich der Winterdienste zustimmen würde, die die Verkehrssicherheit gefährden. „Das Parlament hat uns beauftragt, nach Einsparungsmöglichkeiten und Effizienz zu schauen. Ich möchte aber definitiv, dass das hohe Sicherheitsniveau erhalten bleibt“, versprach der Verkehrsminister.  

 

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