Bargteheide : Minister: Getriebebau Nord ist ein Symbol für Stärke

Das neue Hauptgebäude mit dem Eingangsbereich wurde gestern eröffnet.
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Das neue Hauptgebäude mit dem Eingangsbereich wurde gestern eröffnet.

Bargteheider Unternehmen feiert 50. Geburtstag – und 340 Kunden und Gäste feiern mit.

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13. Juni 2015, 08:00 Uhr

Ein Bargteheider Vorzeigeunternehmen feierte gestern 50. Geburtstag. Gustav Adolf Küchenmeister und Günter Schlicht gründeten ihren Betrieb im gerade entstehenden Industriegebiet. Schon bald siedelte das Unternehmen in die Straße um, die heute den Firmennamen Getriebebau-Nord-Straße trägt. Es ist heute weltweit aktiv, machte zuletzt 500 Millionen Euro Jahresumsatz und beschäftigt 3200 Mitarbeiter. Und vor allem: Es ist noch immer im Familienbesitz.

Zur Feier in der Kantine waren 340 Besucher gekommen, Kunden, Geschäftspartner aus aller Welt und Gäste. „Getriebebau Nord ist ein Symbol für die Stärke der schleswig-holsteinischen Wirtschaft“, sagte Reinhard Meyer. Der Betrieb sei global aufgestellt, aber in der Region verankert, so der Wirtschaftsminister: „Er wird seit 50 Jahren mit hoher sozialer Verantwortung familiengeführt“, sagte Meyer. Die Erfolgsgeschichte basiere auch auf der dualen Ausbildung, von der heute 55 Auszubildende profitierten.

Geschäftsführende Gesellschafter sind die Geschwister Jutta Humbert und Ullrich Küchenmeister. „Die Gründer haben sich schon früh auf den globalen Markt konzentriert, das wurde die Basis für den Unternehmenserfolg“, sagte Ullrich Küchenmeister. Heute zähle Getriebebau Nord mehr als 27  000 aktive Kunden. In 36 Ländern auf allen Kontinenten dieser Welt gibt es Niederlassungen, viele davon mit eigenen Montagewerken.

Die Stärke des Unternehmens sind Antriebssysteme, die heute komplett mit Elektronik und Motoren in vielen Varianten hergestellt werden. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Flughäfen über Lebensmittelindustrie, Stahlerzeugung bis zur Logistikbranche. Im Bereich mechatronischer Systeme mit intelligenten Funktionen sieht sich der Betrieb heute als Technologieführer in der Vernetzung von Logistik.

Bürgermeister Henning Görtz lobte die Bereitschaft, in vielen Berufsbildern auszubilden. Er hob auch das gesellschaftliche Engagement hervor, denn der Betrieb unterstützt viele Schulprojekte. Der mittelständische Betrieb fuße auf den Werten eines ehrbaren hanseatischen Kaufmanns. „Wir sind stolz darauf, dass sie sich in unserer Stadt wohlfühlen.“

„Wir wollen ein Familienunternehmen bleiben und den Umsatz auf 700 Millionen steigern“, sagte Jutta Humbert. 1350 Mitarbeiter werden heute im Inland beschäftigt, 80 Prozent des Umsatzes wird im Ausland erzielt. Sie hob auch die hohe Fertigungstiefe hervor, etwa 70 Prozent der Teile werden im Unternehmen hergestellt. „Unsere Produkte sollen noch langlebiger, effizienter und flexibler werden“, kündigt Jutta Humbert an.

80 Ingenieure arbeiteten in Bargteheide in der Forschung und Entwicklung, so Vertriebsleiter Gernot Zarp. Weltweit sei das Unternehmen in über 100 Branchen aktiv. Eine Erfolgsgeschichte made in Bargteheide.

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