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Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:25 Uhr

Mindestlohn gelobt, Altersarmut gerügt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

200 Teilnehmer bei 30. Maikundgebung in Bargteheide / Starkes Europa contra Eskapaden

„Gute Arbeit. Soziales Europa“, unter diesem Motto stand gestern die Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes. „Zum 30. Mal treffen wir uns dazu in Bargteheide“, sagte DGB-Kreischef Uwe Teut. Er war mit der Resonanz sehr zufrieden: „200 Teilnehmer bei solch schönem Wetter und dem Brückentag morgen sind eine feine Sache.“ Zuvor waren mehr als 100 Demonstranten zu den Klängen des Spielmannszugs Sülfeld durch die Stadt gezogen.

Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth begrüßte die Eintreffenden auf dem Wochenmarktplatz. „Gute Bildung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und geordnete Finanzen sind uns wichtig“, sagte sie. Diese Ziele würden in Bargteheide meist über die Parteigrenzen hinweg verwirklicht. Carlos Sievers vom DGB Nord sprach sich als Hauptredner für Europa und die gemeinsame Währung aus: „Wir profitieren am meisten vom Euro. Eine Rückkehr zur D-Mark würde einen erheblichen Einbruch für die deutsche Volkswirtschaft zur Folge haben. Nur ein starkes Europa könne auch den Eskapaden der Finanzmärkte Einhalt gebieten, meinte er.

Auf den Durchbruch des Mindestlohns könnten Gewerkschaften stolz sein: „Da darf es keine Schlupflöcher mehr geben“, so Sievers. Mit dem Vergabegesetz für öffentliche Aufträge sei Schleswig-Holstein besonders vorbildlich. „Kein anderes Bundesland gibt einen Mindestlohn von 9,18 Euro vor.“ Sievers kritisierte die neue Altersarmut: „Im Schnitt gibt es für Männer nur 1000 Euro Rente, für Frauen 700 Euro.“ Da sei es kein Wunder, dass fast 600 000 Menschen ohne Strom dastünden. „Die meisten sind Rentner, die ihre Rechnung nicht mehr bezahlen können.“

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