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Stormarner Tageblatt

18. Oktober 2017 | 06:01 Uhr

Bargteheide : Milde Gabe für die Armen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Weihnachtshilfswerk wird wieder aktiv: 282 Menschen konnten im vergangenen Jahr bedacht werden. 2000 Spendenaufrufe wurden jetzt verschickt.

Vielen Menschen in Bargteheide geht es gut, sie freuen sich auf ein Weihnachtsfest mit reichem Gabentisch. Doch für einige wird es ein eher trauriges Fest, weil sie am Rande des Existenzminimums leben müssen. Für diese Bedürftigen setzt sich jetzt das Weihnachtshilfswerk ein. Seit 26 Jahren besteht diese Initiative, die inzwischen aus neun Organisationen besteht.

Auf etwa zwei Prozent schätzt Dr. Martin Ernst von der ev. Kirchengemeinde den Bevölkerungsanteil der Bedürftigen: „Es sind Hartz-4-Empfänger, Frührentner, Alleinerziehende, Rentner und Menschen, die persönliche Schicksalsschläge erlitten haben.“ Dazu kommen in diesem Jahr die Flüchtlinge, die noch keine Arbeitserlaubnis haben. Die Stadt schreibt die ihr bekannten Bedürftigen an. „Weitere Personen schlagen uns Organisationen wie Kinderschutzbund, Kirchen und Kitas vor“, sagt Sabine Meurers von der Stadtverwaltung, die das Hilfsprojekt betreut. Wer zum Kreis der finanziell besonders Bedürftigen gehört und keinen Kontakt zu den Hilfsorganisationen hat, kann sich bis zum 10. Dezember mit einem Antrag bei ihr melden. Sie ist im Rathaus unter (04532) 4047-302 erreichbar. Einen Anspruch gibt es aber nicht, weil es eine reine Spendenaktion ist.

In der Woche vor Weihnachten überbringen Ehrenamtler diese Gabe persönlich. „Einige kenne ich schon seit Jahren“, sagt Sabine Bordewieck von der Awo, „manche erwarten mich schon mit einer Tasse Tee.“ Viele schätzten auch die Gesprächsgelegenheit mit den Ehrenamtlichen, sagt Ernst: „Man lernt sehr unterschiedliche Schicksale kennen.“

282 Menschen wurden 2014 bedacht und konnten sich so eine kleine Freude zum Fest extra leisten oder ihre Kinder beschenken. Etwa 2000 Spendenaufrufe hat das Hilfswerk jetzt an Gewerbetreibende und Freiberufler verschickt, mehr als je zuvor. Wer das Projekt unterstützt, erhält von der Stadt eine Spendenbescheinigung.





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