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Anbau genehmigt : Mensa für die Berufsschule in Ahrensburg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Kreis bewilligt einen zweigeschossigen Anbau für die Berufliche Schule Ahrensburg mit und einer großen Aula und einer Mensa im Obergeschoss. Ein wesentlicher Grund: Die Schüler kochen das Esssen selbst. In Bad Oldesloe ist die Sanierung der Beruflichen Schulen im Plan, obwohl es Probleme mit Firmen gab.

1,15 Millionen Euro investiert der Kreis in die Berufliche Schule in Ahrensburg, den größten Teil für eine Mensa. Den Bedarf hatte bereits der Schul-, Kultur-, Sportausschuss gesehen, jetzt stellte Rektor Joachim Steußloff das Konzept noch mal im Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss. Dort hatte zuvor vor allem Frank Schmalowsky (SPD) die Prognose bezweifelt, dass 30 Prozent der Schüler das Essensangebot wahrnehmen würden.

In Ahrensburg war das das Bistro vor fünf Jahren erweitert worden. Zwei mal wöchentlich werden von der Lehrküche Gerichte ausgegeben, die Schüler aus den Bereiche n Gesundheit und Ernährung sowie Hauswirtschaft und Gastronomie selbst zubereiten. Mehr als 50 Essen sind aufgrund der Räumlichkeiten nicht möglich. Die Lösung sollte ein zweigeschossiger Anbau bringen mit einer Mensa im Obergeschoss und einer großen Aula, die es bislang nicht an der Beruflichen Schule gibt, die von rund 2100 Schülern besucht wird, davon 400 in Vollzeit.

Weil die Schule weiter wächst und Platz braucht, wurden die Pläne leicht geändert. Anstelle der ursprünglich vorgesehenen Mensa-Dachterrasse entsteht ein weiterer Innenraum gebaut. Dafür wird vom Klassenraum neben der Mensa ein Teil zu einem Essbereich umgebaut.

Die Kosten steigen dadurch um 160 000 Euro sowie weitere 50 000 für eine Lüftungsanlage auf besagte 1,15 Millionen. Der Bauausschuss stimmte dem zu, weil man Steußloff glaubte, dass an Schulen, an denen keine Caterer liefert, sondern selbst gekocht wird, doppelt so viele Schüler in die Mensa gehen. „Das Konzept ist toll, der Bedarf ist da, und die Schule wird wahrscheinlich weiter wachsen“, so Ausschussvorsitzender Detlev Hinselmann. Die Mensa soll 180 Quadratmeter groß werden und 164 Plätze bieten.

Wesentlich mehr Geld als in Ahrensburg nimmt der Kreis bei der Modernisierung der Kreisberufsschule in Bad Oldesloe in die Hand: 10,5 Millionen Euro. Weil es vor allem um CO2-Einsparung geht, ist die Fassadensanierung ist mit vier Millionen Euro der teuerste Posten. Dacherneuerung und Innenausbau kosten je rund 1,5, die technische Gebäudeausrüstung 1,2 Millionen.

Baubeginn war 2011, im dritten Quartal 2014 soll alles fertig sein. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Jens Weich, der beim Kreis für Gebäudemanagement und Denkmalschutz zuständig ist. Auch wenn es immer wieder Probleme gibt. Zunächst hatte der Kreis Ärger mit der Fensterbaufirma. „Seit wir sie ausgetauscht haben, flutscht es. Dafür macht jetzt die Gerüstbaufirma den Engpass“, so Bauamtsleiter Klaus Kucinski. Nachdem der Kreis die Verträge teilweise kündigte, läuft es jetzt aber besser. Weich: „In diesem Jahr macht die Firma noch weiter.“ Die Gerüste sind auch bitter nötig. Bei der Sanierung hat sich herausgestellt, dass alle Fassadenplatten nachgedübelt werden müssen. Sie wären zwar nicht gleich abgefallen, „aber vor über 30 Jahren hat man mit anderen Winddrücken gerechnet.“

Mitte der 70er Jahre hatte der Neubau zwischen 15 und 20 Millionen Mark gekostet. Die vom Architekten Meinhard von Gerkan und seinem Partner Eike Wiehe gebaute Schule wurde 2008 unter Denkmalschutz gestellt. Bei der Sanierung müssen Räume, Farbgestaltung und Einrichtung nicht nur erhalten werden, Forum und die Klassen drumherum werden auch wieder in den Originalzustand versetzt.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 13:00 Uhr

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