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Bad Oldesloe : Mensa – Druck aus dem Topf genommen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Mehr Zeit, um ein tragfähiges Konzept im Oldesloer Schulzentrum zu entwickeln, bewilligt.

Halb gefrorene Frikadellen, dafür unerwünschte Süßigkeiten im Verkauf, keine Salatbar und unklare Zuständigkeiten – die Beschwerden- und Problemliste rund um die Mensa im Schulzentrum Olivet-
Allee war lang. Seit Jahren häuften sich Beschwerden. Die Stadt wechselte den Caterer, der Caterer selbst tauschte Personal durch – doch so richtig fruchtete keine dieser Maßnahmen.

Schließlich einigten sich die Lokalpolitiker darauf, externe Hilfe zur Vermittlung in Anspruch zu nehmen. Seit Herbst ist der Verein Ökomarkt aus Hamburg beauftragt, mit den Schulen, der Verwaltung, den Schülern und Eltern, aber vor allem mit dem in der Kritik stehenden Betreiber „Dussmann“ ein neues Konzept auf den Weg zu bringen.

Zu Beginn herrschte noch Skepsis, ob das gelingen könne. Jetzt kommt die Sache ins Rollen. Und plötzlich sind Dinge möglich, die zuvor als nicht machbar galten. „Wir machen sehr gute Fortschritte und sind optimistisch, dass wir bis zum Sommer richtig gute Ergebnisse haben“, sagt Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak. Die Gespräche seien sehr konstruktiv. „Die lange gewünschte Salatbar ist bestellt und soll noch vor Weihnachten geliefert werden“, erklärt er.

Auch in Sachen Schulsozialarbeiter, die zunächst aus der Mensa weichen sollten, sei man nun auf einem guten Weg. Die Öffnungszeiten wurden bereits so geändert, dass nicht zu viele Schüler in der Mensa sein können, die nicht essen wollen, sondern dort nur die Zeit verbringen.

„Ein wichtiges Thema ist auch die bargeldlose Bezahlungen. Da sind jetzt verschiedene Modelle auf dem Tisch“, sagt Sobczak.

War zu Beginn noch sehr viel Druck seitens der Schüler und Eltern gemacht worden, dass eine kurzfristige Lösung her müsse, haben sich die Protagonisten mittlerweile geeinigt, sich die Zeit zu nehmen, die nötig ist, „damit man am Ende wirklich langfristige, gut durchdachte Konzepte hat“, erklärt der Bürgeramtsleiter. „Auf der anderen Seite nehmen wir die Schulen aber auch in die Pflicht. Sie müssen gemeinsam einen Regelkatalog aufstellen, der für alle Schüler dort gilt.“ Die Aufsicht – darauf konnten sich die Beteiligten mittlerweile einigen – soll extern vergeben werden. Das Geld dafür könnte aus dem Budget für den offenen Ganztag kommen“, so Sobczak.

Eine kurzfristige Veränderung hat es bereits gegeben. „Zum 1. November hat Dussmann einen neuen Koch für die Mensa eingestellt“, sagt der Bürgeramtsleiter.



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erstellt am 06.Dez.2016 | 06:00 Uhr

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