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Feuerwehren des Amtes Trittau ohne Nachfolger : „Mein Karriere ist nun beendet“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trittaus Gemeindewehrführer Clemens Tismer ist bei der Wahl zum Amtswehrführer gescheitert.

48 Delegierte der Feuerwehren des Amtes Trittau kamen zusammen, um einen neuen Amtswehrführer zu wählen. Doch auch nach zwei Wahlgängen war das Vorhaben gescheitert. Der einzige Kandidat, Trittaus Gemeindewehrführer Clemens Tismer, hatte nicht die erforderliche Mehrheit der Delegierten erhalten.

Zwei Vorschläge waren fristgemäß vor der Wahl bei Amtsvorsteher Ulrich Borngräber eingegangen: Der eine nannte Gemeindewehrführer Clemens Tismer, der andere lautete auf Jochen Weno, Gemeindewehrführer aus Rausdorf. Weno aber war an diesem Abend nach Gesetzeslage gar nicht wählbar, weil er das 59. Lebensjahr bereits vollendet hat und somit bis zum Erreichen der Altersgrenze, die aktuell bei einem Alter von 65 Jahren liegt, keine volle sechsjährige Amtszeit mehr absolvieren könnte.

Im Vorwege hatte Weno versucht, bei der Aufsicht des Kreises und auch im Innenministerium in Kiel eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten, doch sowohl Kreis als auch Ministerium lehnten das ab. Auch der Versuch, den ehemaligen stellvertretenden Gemeindewehrführer aus Trittau, Ralf Mertinkat, zu einer Kandidatur zu bewegen, scheiterte. Auch der ehemalige Wehrführer von Witzhave, Martin Grenz, wurde im Vorfeld als Kandidat gehandelt, doch der trat ebenso wenig an. Nach dem Wahldesaster muss es einen neuen Wahlgang geben. Der Termin wird allerdings, so erklärte Noch-Amtswehrführer Reinhard Dabelstein, erst im neuen Jahr möglich sein. Der neue Termin aber könnte Jochen Weno in die Karten spielen: Am 1. Januar soll die Novellierung des Brandschutzgesetzes in Kraft treten. Darin ist dann festgeschrieben, dass die Altersgrenze auch für Führungskräfte auf 67 Jahre angehoben wird. Somit wäre Weno unversehens doch wählbar.

Da aber inzwischen eine heftige Diskussion um die Kameradschaftskassen entbrannt ist, für die ebenfalls eine Änderung im Brandschutzgesetz vorgesehen ist, könnte der Termin zum Inkrafttreten des Gesetzes noch einmal weiter nach hinten geschoben werden. Damit wäre der Rausdorfer Jochen Weno dann immer noch nicht wählbar. Die Feuerwehren des Amtes Trittau aber müssen binnen 90 Tagen ab dem 1. Januar 2015 eine weitere Wahl durchführen. So sieht es das Brandschutzgesetz vor. Für den gescheiterten Kandidaten Clemens Tismer hingegen wird sich einiges ändern: „Meine Karriere bei der Feuerwehr Trittau und im Amt Trittau ist nun zu Ende. In meiner Wehr ist alles geregelt, der Weg für meinen Nachfolger geebnet.“ Bei den Feuerwehren des Amtes Trittau bleibt es also spannend.

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