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Mein erstes Chemie-Praktikum: Schüler waren Feuer und Flamme

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erstellt am 24.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Reinfeld | Feuer, Rauch und Nebel im Klassenzimmer - so etwas hatten die 22 Schüler der Matthias-Claudius-Grundschule (MCS) im Unterricht bisher noch nicht erlebt. Chemikerin und Erfinderin Dr. Martina Osmers von der Universität Bremen zeigte ihnen, wie spannend Chemie sein kann. Sie stellte den Chemie-Experimentierkasten des NaWi-Labs vor.

Finanziert hat den 2350 Euro kostenden Baukasten der Brandschutzhersteller Minimax aus Bad Oldesloe, der auch eine Niederlassung im Reinfelder Gewerbegebiet betreibt. Die Chemikerin entwickelte das Projekt vor zehn Jahren mit. So können schon Grundschüler an Naturwissenschaften herangeführt werden - und das mit einfachen und doch faszinierenden Experimenten. Der Experimentierkasten enthält nicht nur diverse Gerätschaften, sondern natürlich auch Schutzkittel und -brillen für die kleinen Chemielaboranten. "Ohne Schutzbrille darf keiner ins Labor", sagt die Chemikerin.

Wie funktioniert eigentlich ein Feuerlöscher? Dr. Martina Osmers demonstriert mit Bunsenbrenner, gefrorenem Kohlendioxid, wie ein Brand gelöscht wird. Durch ein Blasrohr pusten die Schüler Bärlapp-Sporen und entfachen damit die Flamme des Bunsenbrenners. Die Chemikerin zeigt, wie man Geheimschrift lesbar macht und erklärt, warum man Trockeneis nicht anfassen darf.

Mit Handschuhen bekleidet füllt sie mit einer Zange 80 Grad kaltes Trockeneis in Luftballons. Die Schüler staunen, dass dieser sich binnen Sekunden aufbläst. Auch das Seifenblasen-Machen geht mit dem selbst gebastelten Feuerlöscher ganz einfach. Das ist Chemie zum Anfassen. Selbstverständlich sind alle Experimente vom TÜV geprüft.

Im Unterricht können sich die kleinen Naturwissenschaftler ihre eigene Hautcreme mischen oder ihr eigenes Duschgel herstellen. "Mein erstes Chemie-Praktikum ermöglicht erste, ungefährliche Experimente im Unterricht und begeistert Schüler für das Fachgebiet Chemie - darüber sind sich nicht nur die Matthias-Claudius-Schüler und die Chemikern, sondern auch Schulleiter Stefan Beeg, Reinfelds Bürgermeister Gerhard Horn und Professor Herbert Thiele vom Rotary Club Lübecker Bucht einig, die in der ersten Chemiestunde mit dabei waren.

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