Mehr Licht, weniger Kosten

Die Bürgermeister haben mit der neuen  Straßenbeleuchtung die richtige Entscheidung für Klimaschutz und Haushalt  getroffen.
Die Bürgermeister haben mit der neuen Straßenbeleuchtung die richtige Entscheidung für Klimaschutz und Haushalt getroffen.

Umrüstung auf LED-Technik in Nordstormarn rechnet sich: 24 500 Euro Stromkosten gespart

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17. Juli 2014, 10:17 Uhr

„Die energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung in Nordstormarn hat sich gelohnt“, freut sich Amtsvorsteher Paul Friedrich Beeck über die Einsparungen von durchschnittlich 55 Prozent bei den Energiekosten im Jahre 2013. Vor drei Jahren haben die Gemeinden Badendorf, Barnitz, Hamberge, Heidekamp, Rehhorst, Klein Wesenberg und Zarpen groß investiert. Jetzt ist der Erfolg bereits spürbar. „Es handelt sich immerhin um ein Investitionsvolumen von 342 000 Euro für insgesamt 526 neue LED-Lampenköpfe“, betont Kämmerer Roald Wramp. Zum Zeitpunkt der Investition wurde der Lampenaustausch noch mit 40 Prozent – also 136 000 Euro – durch das Forschungsinstitut Jülich bezuschusst, heute sind es nur noch 25 Prozent.

„In Hamberge waren die meisten Lampen schon 30 Jahre alt, da hat sich die Investition allemal gerechnet“, sagt Beeck. In seinem Heimatort wurde daher mit rund 93 000 Euro am meisten investiert. Beeck verzeichnet aber auch die größten Einsparungen: satte 80 Prozent.

Es hätten sich nicht alle Gemeinden an der Aktion beteiligt, bedauert Amtsdirektor Sönke Hansen. Das liege, so der Amtsvorsteher, vor allem daran, dass dort bereits in den vergangenen Jahren Lampen mit geringerem Energieverbrauch installiert worden seien. Die meisten Gemeinden haben sich entschlossen, von 23 Uhr bis 5 Uhr morgens die neuen LED-Sparlampen auf 40 Prozent ihrer Leistung abzusenken, damit noch mehr gespart werden kann. In Badendorf waren die alten Lampen vor der Sanierung nachts abgeschaltet worden. „Wir lassen sie jetzt brennen und haben trotzdem eine enorme Ersparnis“, freut sich Bürgermeister Volker Brockmann.

In den einzelnen Gemeinden schwanken die Verbrauchszahlen aufgrund der unterschiedlichen Zeitschaltungen. Insgesamt konnten die sieben Gemeinden mehr als 300 000 Kilowattstunden einsparen. Das entspricht 24 500 Euro. „Die Investition amortisiert sich ohne Berücksichtigung der EEG-Umlage je Kilowattstunde im Schnitt von acht Jahren“, erklärt der Kämmerer.

Also eine gute Entscheidung, hat eine LED-Lampe doch eine Lebensdauer von 30 bis 35 Jahren. Die Energieeinsparung sei, so Hamberges Bürgermeister, immer noch das beste Mittel für den Klimaschutz. Die Gemeindevertreter waren sich einig, dass die Bürger für die energetische Sanierung nicht zur Kasse gebeten werden sollen. Beeck: „Alle sieben Gemeinden haben das aus ihrem Haushalt bezahlt.“


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