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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 04:45 Uhr

Bad Oldesloe : Mehr Grundschüler in Stormarn

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fast alle Lehrerstellen im Kreis konnten besetzt werden. Damit wird die Unterrichtsversorgung besser. Was an Flüchtlingen auf die Schulen zukommt, ist noch unbekannt.

2250 Kinder werden in dieser Woche in Stormarn eingeschult. Das sind 130 mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt werden es dann 8935 Kinder in den Stormarner Grundschulen zwischen Zarpen und Reinbek sein. Mindestens, denn noch weiß niemand genau, wie viele Flüchtlingskinder dazu kommen.

144 Mädchen und Jungen saßen vor den Sommerferien in den DaZ-Klassen der allgemeinbildenden Schulen, wo ausschließlich Deutsch als Zweitsprache gelehrt wird. „Wir haben bis jetzt nicht mehr als Wasserstandsmeldungen“, sagt Schulrat Michael Rebling zu den Anmeldezahlen, die aktuell noch unter 144 liegen, auch wenn Rebling davon ausgeht, dass das sich „mit Sicherheit noch ändern wird“.

Neben den vorhandenen Basis-Standorten Bad Oldesloe, Ahrensburg, Glinde und Reinbek wurden jetzt in Reinfeld, Bargteheide, Großhansdorf und Trittau Aufbaustufen eingerichtet, um so den gesamten Kreis abdecken zu können. Nach einem Jahr Deutschunterricht wechseln die Kinder oder Jugendlichen in die Schule an ihrem Wohnort und nehmen dort am normalen Unterricht teil, am Nachmittag wird an den vier Standorten Deutsch unterrichtet.

Schleswig-Holstein hat die DaZ-Klassen schon vor fast zehn Jahren eingerichtet und steht aktuell nicht vor ganz so großen Problemen wie andere Bundesländer. „Die Strukturen sind vorhanden, wir haben ausgebildete Leute und bilden weitere Lehrkräfte fort“, sagt Rebling, der auch mit der Unterrichtsversorgung zufrieden ist. 130 zusätzliche Grundschüler bedeuten etwa fünf Vollzeit-Lehrerstellen. „Wir konnten alle 37 ausgeschriebenen Stellen besetzen, so dass wir die volle Versorgung haben und allen Grundschulen auch zusätzliche Notfallstunden zur Verfügung stellen konnten“, sagt Rebling.

Das gilt mit kleinen Abstrichen auch für die fünf Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe, für die der Kreis zuständig ist. Obwohl nicht alle Stellen besetzt werden konnten, „können wir erstmals wieder 100 Prozent Unterricht der Kontingenttafel erreichen“, so Rebling. 2344 Mädchen und Jungen besuchen die Gemeinschaftsschulen in Ahrensburg (Heimgarten), Bad Oldesloe (Theodor-Storm und Masurenweg), Glinde (Sönke-Nissen) und Großhansdorf (Friedrich-Junge).

Eine bessere Unterrichtsversorgung als im vergangenen Jahr ist auch in den Förderzentren gewährleistet. Alle Stellen konnten aber nicht besetzt werden. Rebling: „Wir haben vor allem im südlichen Stormarner Bereich Probleme. Lehrer mit sonderpädagogischer Ausbildung sind anscheinend besonders rar.“

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