Kreistag : Mehr Autos für die Retter

Durch die Verlegung von Rettungswagen und neuen Fahrzeugen sollen die Hilfsfristen eingehalten werden können.

Durch die Verlegung von Rettungswagen und neuen Fahrzeugen sollen die Hilfsfristen eingehalten werden können.

Zusätzliche Fahrzeuge und Zeiten im Rettungsdienst.

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25. März 2017, 08:00 Uhr

Mit der Verlegung eines Rettungswagens (RTW) aus Ahrensburg nach Bargteheide, mehr Fahrzeugen und längeren Zeiten an anderen Standorten will der Rettungsdienst Stormarn das Problem zu langer Hilfsfristen lösen. Zwölf Minuten ab Alarmierung beträgt die Frist, die bei mindestens 90 Prozent aller Notfalleinsätze erreicht werden soll. In Stormarn waren es nur 82 Prozent, hatte die Orgakom festgestellt, die im Auftrag des Kreises Einsätze zwischen 1. Februar 2015 und 31. Januar 2016 untersuchte.

Größtes Problem war der Raum Bargteheide/Ammersbek mit 433 Fällen. „Wir haben deshalb ein Fahrzeug in Bargteheide stationiert“, sagt Ordnungsamtleiterin Anja Kühl. Im Bereich Trittau, wo es mit 366 Fällen ähnlich viele Verspätungen gab, werden die Verfügungszeiten des zweiten Fahrzeugs fast verdoppelt werden. Ein RTW ist 24 Stunde verfügbar, das zweite war bisher werktags von 7 bis 17 Uhr und am Wochenende gar nicht besetzt. Künftig soll es werktags von 6 bis 21 Uhr, am Wochenende von 7 bis 17 Uhr besetzt sein.

Mehr Zeiten wird es auch bei zwei Fahrzeugen im Bereich Reinbek geben. Dort sind fünf RTW und ein NEF stationiert, je ein RTW stehen in Neuschönningstedt und Stemwarde. Das NEF und drei RTW sind rund um die Uhr besetzt, die zwischen acht und 13 Stunden.

Die kleinsten Standorte sind Kayhude und Reinfeld mit je einem RTW. In Ahrensburg stehen nach der Verlegung eines Fahrzeug nach Bargteheide noch ein NEF zwei RTW. In Bad Oldesloe sind es drei RTW und ein NEF. Obwohl beide Städten über Wachen verfügen, hatten die Gutachter eine auffällig hohe Zahl von Fristüberschreitungen konstatiert. Grund waren aber nicht lange Fahrtzeiten, sondern „Duplizitätsfälle“: Die RTW waren für Krankentransporte im Einsatz, als sie gebraucht wurden.

Im Rettungsdienst-Gesetz ist dieser Mehrzweckeinsatz vorgesehen. Um das Problem in den Griff zu bekommen, soll die Zahl der Krankentransportwagen (KTW) auf sechs verdoppelt werden, wobei ein Wagen ein Mehrzweckfahrzeug sein soll. Die Beschaffung muss nicht ausgeschrieben werden, das Ordnungsamt kann die Genehmigung an Privatfirmen geben. Das ist bei den drei KTW bereits jetzt der Fall. Sie stehen in Stemwarde, wo das Unternehmen neben dem RTW für Reinbek auch eines für den Ahrensburger Versorgungsbereich bereit hält. Abgerechnet werden diese Einsätze wird direkt mit den Krankenkassen.

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