Bad Oldesloe : Mehr Aufgaben: Die Oase verdoppelt Mitarbeiterzahl

Besonders auf die gute Vernetzung sind die Oase-Leiterinnen Wiebke Finck und Andrea Kefrig-Blase stolz.
Besonders auf die gute Vernetzung sind die Oase-Leiterinnen Wiebke Finck und Andrea Kefrig-Blase stolz.

Der Verein hat inzwischen 24 sozialversicherungspflichtige Angestellte. Notfallbetreuung und Offener Ganztag sind als wichtige Standbeine hinzu gekommen.

Andreas Olbertz. von
30. Januar 2015, 06:00 Uhr

Andrea Kefrig-Blase holt tief Luft, stockt einen Moment, dann legt die Oase-Chefin los: „Es war ein erfolgreiches Jahr. Wir haben die Mitarbeiterzahl quasi verdoppelt.“ Seitdem erkennt sie ihre Oase kaum wieder. Andrea Kefrig-Blase: „Wir haben uns neulich mal mit allen getroffen. Das ist schon überraschend, so viele auf einem Haufen zu sehen.“

Vor etwa anderthalb Jahren fing der erhöhte Personalbedarf an. Die Oase ist Partner der Stiftung „Beruf und Familie“ für die Notfallbetreuung im Kreis Stormarn. Knapp 120 Notfalleinsätze und 33 geplante Sonderzeiten-Betreuung fielen dafür an – Tendenz steigend. Sowas geht nicht ohne Personal.

Weitere Kräfte wurden benötigt, als die Oase mit Beginn des Schuljahrs 2014/15 Träger der Offenen Ganztagsbetreuung an zwei städtischen Grundschulen wurde. Weil der ursprüngliche Verein das nicht mehr ehrenamtlich leisten konnte, wurde die Oase um ein Konzept gebeten und erhielt letztlich den Zuschlag. Auch dafür musste die Mitarbeiterzahl gehörig aufgestockt werden. „Das sind zwei wichtige Standbeine, die wir dazu bekommen haben“, ist Vorstand Wiebke Finck überzeugt. Besonders von der Notfallbetreuung hätte sie nicht gedacht, dass die so gut und reibungslos laufe.

Auch wenn sich die Oase von ehemals fünf Ehrenamtlich zu mittlerweile 24 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hochgearbeitet hat, ist die soziale Einrichtung an der Ratzeburger Straße finanziell nicht auf Rosen gebettet. „Es ist eine große Verantwortung“, stellt Andrea Kefrig-Blase klar: „Wir hangeln uns immer noch von Ast zu Ast und hoffen, dass das Geld bis zum Jahresende reicht.“ Zusätzliches Geld könnte die Anerkennung als Familienzentrum in die Kasse spülen. 100 solcher Einrichtungen soll es landesweit geben. Neben der Oase bewerben sich in Oldesloe noch die Kitas Möhlenbecker Weg und Moordamm als Familienzentren. Immerhin könnte es 25  000 Euro jährlich geben. „Familienzentrum ist genau das, was wir schon seit 15 Jahren machen“, findet Kefrig-Blase. Über die Vergabe der Mittel entscheidet der Kreis. Ende vergangenen Jahres hat die Oase aus diesem Topf Gelder erhalten. Damit wurde eine Evaluation in Auftrag gegeben. „Sind wir auf dem richtigen Weg? Wohin müssen wir uns entwickeln?“, lautet die Fragestellung an die Wissenschaftler. Wiebke Finck: „Da kann durchaus was herauskommen, was uns nicht gefällt.“ Das ist grundsätzlich aber wohl nicht zu befürchten, schließlich trägt die Oase schon seit Jahren den „Adelstitel Mehrgenerationenhaus“, Vertreter des Teams werden bundesweit zu Vorträgen eingeladen.

Deshalb stehen die Zeichen eher weiter auf Expansion. Konkretes wollen die Wiebke Finck und Andrea Kefrig-Blase nicht verraten. Nur so viel: „Wir werden uns nicht in die Komfortzone begegeben.“ Der Raum in der Oase wird knapp. „Wir haben noch nie so viel über das Nachbargrundstück nachgedacht, wie dieses Jahr“, sagt Andrea Kefrig-Blase: „Es wird konkreter.“

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