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Stormarner Tageblatt

17. Oktober 2017 | 04:44 Uhr

Bargteheide : Mehr als nur Sträuße binden

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Finale des Landeswettbewerbs um die „Silberne Rose Nord“: Eine Junge Bargteheiderin ist mit dabei.

shz.de von
erstellt am 28.Jul.2017 | 11:08 Uhr

Zufrieden blickt Sophia Tenberg auf ihr floristisches Werk. „Die Wettbewerbsarbeiten Raumschmuck und Tischdekoration dürfen vorbereitet werden. Da ist auch ein Thema vorgegeben“, erklärt die 22-Jährige aus Bargteheide und schneidet den Stiel einer Blume zu. „Langsam steigt die Aufregung natürlich schon“, sagt die Jungfloristin und lächelt. Schnell ist klar, dass diese Aufregung eher Vorfreude als Angst vor dem anstehenden Wettkampf ist.

Heute gegen 7 Uhr geht die Fahrt nach Eutin los. Die vorbereiteten Werke werden vorher im Anhänger ihres Arbeitgebers – des Gärtnerei- und Floristikbetriebs Jentsch in Bargteheide – verpackt und gemeinsam lautet das Ziel: Finale des Landeswettbewerbs um die „Silberne Rose Nord“. Ausgetragen wird das besondere Floristen-Event im Rahmen der Lebensart-Messe am Schlossgarten heute und morgen. Neben den beiden vorbereiteten Wettbewerbsbeiträgen wird es morgen mit zwei „Überraschungen“ für Tenberg und Mitbewerber weitergehen, wenn die Themen „Florales Objekt“ und „Gebundenes Werkstück“ auf dem Programm stehen. „Ich freue mich drauf und hoffe, dass ich gewinne“, zeigt sich Tenberg selbstbewusst.

Ihre Ausbildung absolvierte sie ihn Mettingen (Nordrhein-Westfalen). 2014 zog es sie dann nach Bargteheide. „Man hört sich um, wo es eine gute Perspektive gibt. So bin ich nach Bargteheide gekommen und hier auch sehr zufrieden“, erklärt die sympathische 22-Jährige. Ihre Chefin, Birte Jentsch, ist ebenfalls schon etwas aufgeregt. „Wir sind glücklich, eine talentierte Jungfloristin in unseren Reihen zu haben. Sie ist in einem Alter, in dem man gerne an solchen Wettkämpfen teilnimmt. Für uns ist es eine Möglichkeit, dem interessierten Publikum vor Ort zu zeigen, dass Floristik viel mehr ist, als nur einen netten Blumenstrauß zu binden“, erklärt Jentsch.

„Mir war seit der Schule klar, dass ich Floristin werden will. Der Beruf ist sehr vielfältig. Für mich ist es wichtig, dass der Job auch Spaß macht. Ich möchte meine Arbeit gerne machen. Das war das entscheidende Argument. Ich mag es, dass man kreativ sein kann“, so Sophia Tenberg.

Zwischenzeitlich war sie auch über zwei Monate als Floristin auf der MS Deutschland unterwegs. „Da war ich kurzfristig eingesprungen. Vielleicht mache ich das irgendwann nochmal. Aber momentan ist es mir im Geschäft lieber. Auf einem Kreuzfahrtschiff arbeitet man auch sieben Tage in der Woche und hat eigentlich keinen Kundenkontakt“, erklärt die 22-Jährige. Zwei weitere Finalisten in Eutin arbeiten zwar jetzt in anderen Unternehmen, haben aber bei der Familie Jentsch gelernt. Zwei Mal konnten Mitarbeiter aus Bargteheide bereits gewinnen. Insgesamt sei das Event tatsächlich eine gute Plattform, um für die Floristik zu werben. „Das Tal scheint zum Glück durchschritten, in dem sehr viele junge Menschen Bürojobs vorzogen“, so Jentsch.

 

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