zur Navigation springen

Les-Art : Meerjungfrauen, sprechende Bäume, lustige Mäuse

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Beim ersten Reinfelder Schreibwettbewerb im Rahmen des Les-Art-Woche ging der erste Preis an eine Gruppe mit Alexander Lohnau (12), seinen Eltern Thora und Martin sowie Eike Hilbert. Gemeinsam hatten sie die Kurzgeschichte „Die kleine Buche und das große Feuer“ geschrieben. Der zweite Preis ging an Sarah Steffen (29), der dritte an neunjährige Felina Kell.

„In einen grünen Landstrich liegt eingebettet ein stattlicher See, man heißt ihn ob seiner Schönheit Herrenteich, da man ihn für eine Schweißperle Gottes erachtet am dritten Tage seines Werkes“ – so poetisch schreibt Sarah Steffen aus Reinfeld. Ihre Kurzgeschichte hat sie „Undine“ genannt, gewidmet dem Dichter Matthias Claudius sowie Maurice Ravel, dessen Komposition „Undine“ sie inspirierte. Auch „Die kleine Meerjungfrau“ von Hans Christian Andersen habe sie sehr fasziniert, so dass sie auf die Idee zu ihrer im und um den Herrenteich spielende Geschichte kam.

Die 29-Jährige schreibt mit flüssiger Feder, reiht in langen Sätzen wunderschöne Wortkompositionen, Adjektive und Metaphern aneinander, so dass sich ein beachtliches kleines Kunstwerk ergibt. Mit ihrer Geschichte gewann sie den zweiten Preis beim ersten Schreibwettbewerb der Karpfenstadt im Rahmen der Lesart-Literaturwoche.

„Ich habe schon immer gern die deutschen Klassiker wie Schiller oder Goethe gelesen und liebe den Stil“, sagt sie. Goethes „Leiden des jungen Werther“ ist eines ihrer Lieblingsbücher. Als Fünfjährige habe sie bereits eigene Geschichten erfunden, heute studiert sie Germanistik. Sarah Steffen – ein wirkliches Schreibtalent.

Platz eins erreichte eine Schreib-Gruppe. „Die kleine Buche und das große Feuer“ heißt die Kurzgeschichte aus der Feder von Alexander Lohnau (12), seinen Eltern Thora und Martin Lohnau sowie Eike Hilbert. Eine über 100-jährige Buche in einem Reinfelder Schrebergarten erzählt von den Ereignissen – vom Glück und vom Leid, vom Wechsel der Jahreszeiten und den Menschen, die unter ihrem Blätterdach leben. Eine schöne Idee und eine nachdenklich stimmende, mit Fotos illustrierte Geschichte.

Die neunjährige Felina Kell landete mit ihrer lustigen Geschichte „Das Mäuseabenteuer von Miro und Mira“ auf dem verdienten dritten Platz. Flüssig und spannend erzählt die Schülerin von zwei Mäusen, die in der Matthias-Claudius-Schule zu Hause sind. Die zwölfjährige KGS-Schülerin Karoline Kaminski erhielt einen Sonderpreis für ihre liebevoll gezeichnete Bildergeschichte „Sakura“, in der ein Mädchen auf der Suche nach mehr Selbstbewusstsein ist und Hilfe aus einer anderen Welt erhält.

Für die vierköpfige Jury war es nicht so einfach, aus sieben Erzählungen aus unterschiedlichen Altersgruppen auszuwählen. Am Ende, so Jury-Mitglied Richard Berkowski, sei ausschlaggebend gewesen, welche Intention die Schreiber mit ihrer Geschichte verfolgen.

Kulturpflegerin Britta Lammert und Bürgervorsteher Gerd Herrmann lobten die guten Ideen und spannend geschriebenen Geschichten und hofften, dass beim nächsten Schreibwettbewerb noch mehr Beiträge mit Reinfeld-Bezug eingereicht werden. Initiatorin und Autorin Friederike Küster aus Reinfeld versprach, die Lesart auch 2014 tatkräftig zu unterstützen.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 16.Sep.2013 | 06:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen