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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 05:28 Uhr

Reinbek : Mauer-Schau im Krankenhaus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Schautafeln, Fotos, Modelle, historische Zeitungsausgaben: Das St. Adolf-Stift zeigt eine Ausstellung zum Mauerfall vor 25 Jahren.

„Die Mauer – eine Grenze durch Deutschland“ heißt eine umfangreiche Dokumentarausstellung zum Mauerfall vor 25 Jahren, die am Sonntag, 2. November, in der Aula der Krankenhaus-Pflegeschule eröffnet wird. Um 15.30 Uhr hält Lothar Obst, Geschäftsführer des St. Adolf-Stiftes, einen Vortrag über die Mauer sowie über die innerdeutsche Grenzlinie zwischen Lübecker Bucht und Schnackenburg/Elbe. Musikalisch abgerundet wird die Eröffnung durch ein klassisches Musikensemble, das Stücke spielt, die alle Deutschen mit der Einheit verbinden, darunter Wind of Change von den „Scorpions“.

Die Ausstellung umfasst 250 Exponate: Schautafeln, Fotos, Modelle, historische Zeitungsausgaben und sonstige Medien. Sie kommen von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin, aus den Archiven der Bild-Zeitung und der „Welt“ sowie aus dem Privatarchiven von Thilo Wierzock (Neumünster) und Lothar Obst, der auch Organisator der Ausstellung ist.

„Dokumentiert werden Ursachen und Wirkungen der innerdeutschen Grenze sowie des Baus der Berliner Mauer nach dem 13. August 1961, das Grenzregime und seine Opfer, Fluchten und Fluchthilfen, der Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt sowie schließlich die glückliche Überwindung der deutschen Teilung mit der friedlichen Revolution des Jahres 1989 und dem Fall der Mauer am 9. November vor 25 Jahren“, so Lothar Obst.

Ein Focus der Ausstellung richtet sich auf den Grenzabschnitt zwischen Lübeck und Lauenburg. Lübeck war die einzige deutsche Großstadt direkt an der Grenze und das Herzogtum Lauenburg der einzige schleswig-holsteinische Landkreis mit DDR-Kontakt. Die 86 Kilometer lange Ostgrenze des Kreises wurde von der DDR mit einem breiten Todesstreifen aus Zäunen, Sperren und Stacheldraht und zeitweise sogar mit Bodenminen und Selbstschussanlagen verbarrikardiert, so Obst.

Die Ausstellung beschreibt die Grenzregimenter 6 (Schönberg) und 8 (Grabow) mit den Liegenschaften der ca. 15 Grenzkompanien und die Kommandostrukturen des Ministeriums für Staatssicherheit. Historische Fotos vom Besuch der ersten DDR-Bürger in Mölln nach dem Mauerfall sowie von der Öffnung des Grenzübergangs Mustin zeigen Geschehnisse aus dem November 1989.

 

Die Ausstellung im Foyer des Krankenhauses Reinbek, Hamburger Straße 41, ist bis zum 30. November täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Eintritt frei, um eine Spende fürs Don Bosco Haus in Mölln wird gebeten.

 

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erstellt am 28.Okt.2014 | 18:44 Uhr

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