zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:29 Uhr

Schulprojekt : Mathe macht Spaß und stark

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vom landesweiten Förderprojekt „Mathe macht stark“ profitieren auch 13 Erstklässler in der Schule am Masurenweg.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 16:00 Uhr

„Mathe macht mir Spaß“, sagt Natalie und würfelt gleich darauf eine Drei. Die Siebenjährige greift in eine Plastikschale und holt sich drei runde blaue Plättchen heraus, die sie auf eine weiße Karte legt. Natalie und Lina (6) treffen sich zusammen mit ihren Klassenkameraden Eduard (7) und Samir (6) aus der Klasse 1c der Schule am Masurenweg einmal in der Woche zum Projekt „Mathe macht stark“ in einem kleinen Raum neben ihrem Klassenzimmer.

Während ihre Klassenkameraden normalen Matheunterricht haben, werden die vier Jungen und Mädchen besonders gefördert, denn sie haben Probleme mit den Zahlen und dem Rechnen. Und das seit Schuljahresbeginn laufende, landesweite Schulbegleitprojekt „Mathe macht stark“ soll ihnen dabei helfen, diese Schwierigkeiten zu überwinden.

„Nicht nur beim Lesen, auch beim Rechnen müssen einige Kinder zusätzlich gefördert werden“, sagt Mathelehrerin Vera Schultz, die zusammen mit ihrer Kollegin Petra Schröder das Projekt an der Grund- und Gemeinschaftsschule am Masurenweg leitet, das sich momentan aber noch in der Testphase befindet. Das Land suchte 100 Modellschulen für sein neues Projekt, die Masurenwegschule ist zurzeit die einzige Schule in Bad Oldesloe, die sich daran beteiligt. „Das Programm sollte so schnell wie möglich greifen. Deshalb gab es schon nach den ersten 14 Schultagen den ersten Test und eine entsprechende Förderung der betroffenen Schüler“, sagt Vera Schultz, die zusammen mit Petra Schröder alle zwei Monate geschult und weitergebildet wird. Zwei Lehrerstunden stehen den beiden Pädagoginnen für das Förderprojekt an ihrer Schule zur Verfügung. Außerdem jede Menge Material vom Lernheft für jeden Erstklässler bis zu Spielgeld, Steckleisten, Würfeln und bunten Wendeplättchen.

„Früher gab es Einschulungstests für die Schulreife der Kinder. Die gibt es jetzt nicht mehr“, sagt Rektor Matthias Welz. Als Folge säßen nun Kinder mit einem riesengroßen Leistungsunterschied zusammen in den ersten Klassen. Einige könnten schon prima rechnen, andere haben große Probleme, einige leiden unter Dyskalkulie. Nach einem ersten Test sollen diese nun besonders gefördert werden. Das gehe alles sehr spielerisch, es solle schließlich Spaß machen, betont der Schulleiter. „Es geht uns darum, bei den Kindern rechtzeitig eventuellen Förderbedarf zu entdecken“, so Petra Schröder.

Bevor die Kinder in die individuelle Matheförderung kommen, gibt es noch ein ausführliches Gespräch mit den Schülern. Zurzeit werden 13 Schüler aus den vier 1. Klassen speziell gefördert. Nach einiger Zeit soll es einen zweiten Test in den Klassen geben um zu prüfen, ob die Fördermaßnahme etwas bewirkt hat, oder weitere Schüler einen Bedarf haben.

„Unsere Fördergruppen, die parallel zum Unterricht laufen, sind sehr flexibel“, sagt Matthias Welz. Ziel sei es, die Kinder so weit zu fördern, dass sie möglichst bald wieder am normalen Matheunterricht teilnehmen können. Das Förderprojekt soll später auch in den zweiten Klassen weiterlaufen. „Früher stand ich oft machtlos in der Klasse, wenn ich Kinder mit Dyskalkulie hatte. Jetzt können wir diesen Kindern praxisnah weiterhelfen“, sagt Vera Schultz erfreut.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen