Masurenwegschule: Mehrkosten genehmigt

Meister Hartmut Wagner bei Arbeiten im Verwaltungstrakt.
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Meister Hartmut Wagner bei Arbeiten im Verwaltungstrakt.

Der Schulverband hat jetzt die Mehrkosten für den Umbau der Masurenwegschule genehmigt. Statt 750 000 Euro müssen jetzt rund 1,3 Millionen Euro aufgebracht werden.

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13. August 2009, 10:01 Uhr

Bad Oldesloe | Grund für die Mehrkosten: dringend notwendige Sanierungen. Zudem soll auch gleich der zweite NaWi-Raum (Naturwissenschaft) und der Musikpavillon komplett mit gemacht werden. "Die 750 000 Euro waren eher ein politischer Preis", so Schulverbandsvorsteher Peter Lengfeld. Für den kompletten Umbau waren von vornherein rund 975 000 Euro veranschlagt worden. Allerdings wollte man zunächst unter anderem auf einen der beiden Räume für den Naturwissenschaftlichen Unterricht verzichten. Da es jetzt an der Gemeinschaftsschule fünf Jahrgangsklassen geben wird, wird der zweite NaWi-Raum nun doch gleich komplett mit eingerichtet.

Ein Großteil der Mehrkosten entfällt aber auf notwendige Sanierungsmaßnahmen. Erst beim Umbau wurden nie benutzte Lüftungsanlagen, nicht mehr dem Stand der Sicherheit entsprechende elektrische Leitungen und Anlagen sowie Leitungen mit stehendem Wasser entdeckt. "Sämtliche notwendigen und unumgängliche Sanierungsarbeiten in dem Bereich, in dem derzeit umgebaut wird, sollen jetzt mit erledigt werden", betonte Lengfeld.

Derzeit wird in der Schule fleißig gewerkelt. "Wir wollen die Arbeiten zügig zu Ende bringen", sagte Lengfeld. Denn nach der Umwandlung der Grund- und Hauptschule in eine Gemeinschaftsschule konnte zum Beispiel in der vergangenen 14 Monaten kein vernünftiger Naturwissenschaftlicher Unterricht gegeben werden. Vorgesehen war, dass die Arbeiten in der 37. Kalenderwoche abgeschlossen sein sollten. Durch Lieferprobleme kann sich dieser Termin allerdings verzögern.

Finanziert werden die 1,3 Millionen Euro zum Teil über eine Umlage, die von dem Verband angehörigen Kommunen getragen wird. Das sind mit 375 000 Euro aber nur ein Bruchteil der Kosten. Knapp eine Millionen Euro wird über einen Kredit finanziert, der eine Laufzeit von 15 Jahren hat.

Aber auch nach dem Umbau warten Kosten auf den Schulverband. So liegt jetzt das Betongutachten vor. Es gibt einen erheblichen Sanierungsbedarf an dem in den 70er Jahren gebauten Schulgebäude. "Eine konkrete Kostenaufstellung fehlt aber noch", sagte Lengfeld. Und vermutlich gibt es in dem jetzt von dem Umbau nicht betroffenen Teil der Schule auch noch erheblichen Sanierungsbedarf. Das soll nach Abschluss der jetzigen Arbeiten untersucht werden.

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