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Stormarner Tageblatt

20. November 2017 | 10:56 Uhr

Bad Oldesloe : Marodes Haus kann weg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Oldesloer Bauausschuss stimmt einem Abrissantrag nach Vorlage eines Gutachtens zu. Fußweg und Fahrbahn der Lübecker Straße bleiben vorerst teilweise gesperrt.

Nun also doch: Das Haus in der Lübecker Straße 63 darf abgerissen werden. Nachdem den Bauausschuss-Mitgliedern ein Gutachten vorgelegt worden war, mussten sich die Politiker von der Hoffnung verabschieden, das Gebäude könne gerettet werden. Weil an dieser Stelle die Erhaltungssatzung der Stadt gilt, muss Politik über Abrissanträge entscheiden. Im ersten Anlauf war der Antrag abgelehnt worden (wir berichteten).

„Uns lag zunächst kein professionelles Gutachten vor, sondern lediglich Aussagen von Laien. Nur weil ein Haus einsturzgefährdet aussieht, ist es das noch lange nicht. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, unnötige Abrisse zu verweigern. So zum Beispiel in der Ratzeburger Straße, wo ein Haus jetzt erstklassig saniert wurde“, erklärt die Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD). Für die Sozialdemokraten sei es außerdem immer wichtig, dass Wohnraum nicht zerstört werde. „An dieser Stelle wird definitiv kein neues Haus entstehen können. Das gibt der Bebauungsplan nicht her“, so Herrmann weiter.

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung wurden Details über das Gebäude bekannt. „Dann gab es die erwartete Diskussion gar nicht mehr. Es stand fest, dass leider nur noch ein Abriss möglich ist. Trotzdem finde ich es richtig, dass wir darüber sprechen, denn ansonsten bräuchten wir keine Erhaltungssatzung“, erklärt die Vorsitzende. Für die CDU war das Gutachten sowieso von vornherein nur der „letzte Akt“. „In unserer Fraktion bestand schon nach der ersten Beratung Einigkeit, dass das Gebäude als abgängig zu sehen ist. Das ist schade, aber wurde sehr schnell klar, aber ein Gutachten wollten wir definitiv trotzdem abwarten“, so Uwe Rädisch. Auch aus den anderen Fraktionen gab es keinen Widerspruch mehr.

Nun darf die Besitzerin also ihr Haus abreißen. Für die Sicherungsmaßnahmen im Umfeld der Ruine ist sie verantwortlich und muss sie auch bezahlen. Aktuell sind der Fußweg und die Straße gesperrt. Maria Herrmann weist Gerüchte zurück, dass Politik das verlangt habe: „Das ist keine politische Entscheidung. Die Besitzerin wird von der Verwaltung ganz deutliche Auflagen bekommen haben, die sie umsetzen musste.“

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