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Markenportfolio bleibt unverändert – vorerst

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

US-Konzern kauft Honeywell Glinde / Amerikaner erwarten Synergie-Effekte

Die Europasparte des US-Automobilzulieferers Federal-Mogul übernimmt das Bremsbelaggeschäft von Honeywell in Glinde. Der Kaufpreis soll 155 Millionen Dollar betragen. Zu dem Geschäft gehören auch zwei erst kürzlich errichtete Produktionsstätten in China und Rumänien. Honeywell Friction Materials beschäftigt weltweit mehr als 2000 Mitarbeiter, davon 950 mit auf dem 220 000 Quadratmeter großen Hauptsitz in Glinde, wo es auch eine Entwicklungsabteilung gibt.

1956 war Jurid nach Glinde gekommen. 1976 wurde der Hersteller vom US-Konzern Bendix übernommen, Honeywell war im Jahr 2000 eingestiegen. Gefertigt erden Bremsbeläge für die Automobilindustrie, die Eisenbahn sowie für industrielle Anwendungen wie Windkraftanlagen und Kräne hergestellt. Verkauft werden sie noch immer unter dem Markennamen Jurid sowie Bendix und Honeywell.

Federal-Mogul stellt eine große Bandbreite an Automobil- und Industrieanwendungen für die Erstausrüstung und das Ersatzteilgeschäft her und vertreibt die Produkte weltweit unter den Marken Wagner, Ferodo und Necto Mit der Honeywell-Übernahme erweitere man seine Fertigungskapazitäten und -kompetenzen bei Bremsbelägen, so der Unternehmen.

Von der Übernahme erwarten die US-Amerikaner aber auch Synergien. I, Glinder Werk, das seit langem rote Zahlen schreiben soll, geht deshkab die Angst um, dass Arbeitsplätze wegfallen und das Werk komplett geschlossen wird. Zwar hat Honeywell in den letzten Jahren 15 Millionen Euro dort investiert, die Werke in Rumänien und China sind aber viel neuer und können viel billiger produzieren.

Laut einer Sprecherin von Federal-Mogul bleibt das Markenportfolio des Konzerns vorerst unverändert. Ob Jurid und Bendix bei Honeywell bleiben oder zukünftig vom Käufer weitergeführt werden, will Federal-Mogul später bekanntgeben. Die Übernahme soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungsverfahren in der zweiten Jahreshälfte 2014 abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

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erstellt am 13.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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