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Auswärtshürde : Manko Chancenverwertung: Nicht nur Richter ist gefragt

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist VfB Lübeck ist seit drei Spielen ohne Sieg. Am Sonntag wollen die Grün-Weißen beim BSV Rehden punkten.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2014 | 06:30 Uhr

Von der Erfolgsserie in den Negativlauf? Bereits am vergangenen Wochenende nach dem 0:1 gegen Eintracht Braunschweig II stellten beim Fußball-Regionalligisten VfB Lübeck einige fest, dass aus der Serie von sechs Spielen ohne Niederlage bereits eine von drei Partien ohne Sieg geworden sei. Die Leistungen bei den beiden Unentschieden zuvor passten zwar nicht in eine Negativbewertung. Doch Trainer Denny Skwierczynski warnte davor, dass „wir aufpassen müssen, nicht in einen Strudel zu geraten“. Den Schritt aus dem Abwärtssog soll es am Sonntag (15 Uhr) geben, wenn der Tabellensiebte beim Vierzehnten BSV Rehden gastiert.

Die Grün-Weißen gehen mit Optimismus an die Aufgabe heran. „Ich glaube, wir haben die Niederlage gut verkraftet“, sagt Stürmer Stefan Richter, der zuletzt wegen ausgelassener Möglichkeiten in der Kritik stand. „Ich ärgere mich selbst am meisten“, so der 29-Jährige. Daher wurde gezielt am Offensivspiel gearbeitet. „Es bringt aber nichts, jetzt jeden Tag nur Torschusstraining zu machen“, erklärt Richter.

Stattdessen habe der Trainer vermehrt auf Spielformen gesetzt, bei denen es viele Abschlüsse gibt. „Ich überlege, was ich besser machen kann“, sagt der Angreifer, der mit fünf Treffern bester VfB-Schütze ist: „Solange Chancen da sind und wir uns diese Möglichkeiten erarbeiten, müssen wir uns keine große Sorgen machen.“

Für das Selbstvertrauen der Offensivkräfte war das „Meister der Meister“-Pokalspiel beim TSV Siems II (14:1) wichtig. Zudem hat Skwierczynski der Mannschaft eingeimpft, dass nicht alles auf Richter zugeschnitten sein darf. Gegen Braunschweig fehlte es oftmals an nachrückenden Spielern. „Es dürfen auch andere Tore machen“, betont Richter. „Und wir haben auch genügend Spieler, die das können.“

Zu erwarten ist, dass Skwierczynski Marcello Meyer wieder auf der „Doppelsechs“ aufbietet – eine Variante, die zuletzt im Offensivspiel gut klappte, während die Besetzung Lange/Nogovic in der vergangenen Woche zu defensiv orientiert wirkte.

Der Gegner ist für Richter „schwer einzuschätzen. Eigentlich muss das eine ganz gute Truppe sein.“ Der Tabellenstand zeigt das nicht – auch weil die Rehdener Remiskönige der Liga sind. Warnung genug ist aber, dass der BSV als einziges Team bislang gegen Spitzenreiter Hamburger SV II beim 1:1 einen Punkt gewann.

Eine Auswärtsschwäche (nur ein Sieg) wollen sich die Lübecker derweil nicht einreden lassen. „Die letzten Auswärtsspiele waren gut“, stellt Richter klar. „Wir hätten in Flensburg und in Cloppenburg drei Punkte verdient gehabt. Wir gehen auch morgen genauso ins Spiel wie in ein Heimspiel.“ Und was erhofft er sich? „Natürlich sind die drei Punkte das Wichtigste. Die wären mir auch lieber, wenn ich kein Tor mache. Aber schön wäre es, wenn ich wieder treffe.“

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr (Waldsportstätten, 49453 Rehden) – SR: Lukas Benen (Nordhorn) – Es fehlen: Bohnsack (Schambeinentzündung), Dümmel (Kreuzbandriss), Knechtel (Bänderanriss), Radina (Aufbautraining), Thiel (Kahnbeinbruch), evtl. Pauer (Patellasehne). – Voraussichtliche VfB-Aufstellung: Toboll - Voß, Wehrendt, Marheineke, Steinfeldt - Nogovic, Meyer - Thomas, Ladendorf, Sirmais - Richter.

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