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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 04:13 Uhr

„Manche Kundin wurde geduscht“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Acht junge Frauen erhielten ihren Gesellenbrief im Restaurant Strehl / Tarifvertrag macht sich positiv bemerkbar

„Noch nie haben so wenige Azubis ihre Gesellenprüfung bestanden“, sagt Inga Zimmermann, Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Friseur-Innung Stormarn. Das gesamte Handwerk sei aber von diesem rückläufigen Trend betroffen. Allerdings habe der mit Zentralverband deutscher Friseure ausgehandelte und allgemein verbindliche Tarifvertrag sich positiv bemerkbar gemacht. „Wir haben wieder stärkeren Zulauf von Bewerbern.“

Nur acht junge Frauen erhielten diesmal ihren Gesellenbrief im Ahrensburger Restaurant Strehl. Obermeisterin Monika Böhmer sprach die Gesellinnen frei. „Während der dreijährigen Ausbildungszeit sind sie zu Erwachsenen gereift“, sagte sie. Natürlich gab es auch Malheure: „Manche Kundin wurde geduscht, das passiert aber auch erfahrenen Mitarbeitern zuweilen.“

Bei der achtstündigen Prüfung an einem Sonntag war ein Herrenmodell nicht erschienen. „Kurzerhand wurde ein wildfremder Mann als Modell engagiert, damit die praktische Prüfung fortgesetzt werden konnte“, so Monika Böhmer, „irgendwie bekommen wir auch solches Chaos geschaukelt.“ Für die Obermeisterin bleibt das Friseurhandwerk auch nach vielen Jahren noch ein Traumberuf, den sie mit Leidenschaft ausübt: „Ich liebe ihn und möchte nichts anderes machen. Wir verschönern die Menschen und machen sie damit glücklich.“ Inga Zimmermann schätzt an ihrem Beruf den Umgang mit Menschen und die Kreativität: „Kein Kopf ist wie der andere.“

Sie haben nach dreijähriger

Ausbildungszeit bestanden:


Kim Melanie Bröcker, Lisa-Marie Eichelberg, Janina Gaack, Sarah Johanning, Stella Madsen, Ronja Stutz, Emily Krakau und Laura Sanmann. Die Winterprüfung bestanden Julia Willuhn und Carina Redmann.

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