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Stormarner Tageblatt

22. Oktober 2017 | 10:42 Uhr

Eicheder Urgestein : Maltzahns neue Rollen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Tore verhindern statt Tore schießen: Eichedes Torge Maltzahn – seit Mai Familienvater – muss Mangels Alternativen in der Innenverteidigung des SH-Ligisten ran. Auch morgen beim TSV Kropp.

Das vergangene halbe Jahr wird Torge Maltzahn nicht so schnell vergessen. Im März heiratete der SH-Liga-Kicker des SV Eichede seine langjährige Freundin Ann-Kathrin. Im Mai wurde das Familienglück perfekt, als seine Ehefrau Töchterchen Lia zur Welt brachte. Nicht verwunderlich also, dass der 28-Jährige, der 2005 aus der U  19 des Hamburger SV den Weg zurück ans Ernst-Wagener-Stadion fand, von einem bislang „fantastischen Jahr 2015“ spricht – und das sowohl aus privater als auch aus fußballerischer Sicht. „Das ist ein Top-Jahr auf allen Ebenen. Alles läuft super“, betont Maltzahn vor dem Liga-Spiel beim TSV Kropp (Sonnabend, 14.30 Uhr).

Bei den „Bravehearts“ habe er auch seine neue Rolle in der Innenverteidigung bereits verinnerlicht. „Ich habe das Spiel vor mir, kann so auch im Spielaufbau helfen. Das passt“, erklärt Maltzahn. Sein Trainer ist voll des Lobes über ihn – obwohl der etatmäßige Mittelfeldspieler eigentlich für eine andere Rolle eingeplant war. „Torge hat bisher in dieser Saison ausnahmslos hinten gespielt. Dort fühlt er sich mittlerweile wohl und macht seine Sache sehr ordentlich. Aus Mangel an Alternativen wird er dort auch in Zukunft spielen“, erklärt der SVE-Coach, dass er den Allrounder langfristige in der Rolle als Abwehrspieler sieht.

Auch am Sonnabend in Kropp soll Maltzahn in erster Linie Tore verhindern anstatt schießen. Denn das Eicheder „Urgestein“ kann zeitweise auf dem Platz nicht aus seiner Haut. Das ist auch Zapel bereits aufgefallen. „Ab und an kommt in ihm noch der Offensivgeist im falschen Moment zum Vorschein. Da muss er sich daran erinnern, dass hinter ihm niemand mehr absichert, falls er den Zweikampf verlieren sollte“, analysiert der Coach.

Maltzahns neue Rolle im Privatleben als Familienvater schränkt obendrein seine Verfügbarkeit für die neue Rolle auf dem Feld ein. Zapel drückt noch beide Augen zu, nimmt den Jung-Vater aber in die Pflicht. „Generell muss auch Torge denselben Aufwand betreiben wie alle anderen. Wenn er wie zuletzt nur stark eingeschränkt dabei ist, wäre es den Teamkollegen gegenüber unfair, wenn sie nicht zum Einsatz kommen. Außerdem benötigt auch er das Training, um seine Fitness dem von ihm praktizierten Spielstil anzupassen. Ich hoffe sehr, dass er das geregelt bekommt“, fordert der 47-Jährige. Stammplatzgarantie also ausgeschlossen.

Hinzu kommt die Elfmeter-Misere beim SVE. Zuletzt hatten die „Bravehearts“ zwei Strafstöße nacheinander verschossen – nach zuvor Ian Prescott Claus versagte im letzten Spiel gegen Hartenholm Maltzahn vom Punkt. „Wir haben eigentlich eine ganze Reihe an sicheren Schützen. Mir ist es egal, ob Torge noch einmal schießt. Hauptsache, der Ball geht rein“, sagt Zapel, der vom kommenden Kontrahenten viel hält. „Kropp hat sich nach anfänglichen Umstellungsschwierigkeiten und dem Abgang von Finn Langkowski stabilisiert. Sie haben eine klare Ordnung und Struktur in ihren Abläufen und können ohne Druck in jedes Spiel gehen. Sie sind insbesondere daheim sehr selbstbewusst und aktiv“, skizziert Zapel und erwartet eine interessante Partie: „Unsere letzten drei Aufeinandertreffen mit dem TSV waren allesamt hochklassig und von hohem spielerischen und taktischen Niveau. Ich rechne mit einem ähnlichen Verlauf.“

 


Infos zum Spiel

 

Anpfiff: Sonnabend, 14.30 Uhr, Stadion Kropp, Norderstraße, 24848 Kropp.

Schiedsrichter: Toschka (Schwartau).

Nicht dabei: Dominic Ulaga (Bänderriss), Leonardo Evora (Knie), Hamed Mokhlis (Verdacht auf Kreuzbandriss).

Angeschlagen: Löw (Adduktoren-Probleme).

Voraussichtliche Aufstellung: Thomä – E. Monteiro, Bojarinow, Maltzahn, Fischer – Bojarinow – R. Monteiro, M. Schubring, Janelt (Oldag) – Lechler, Claus.

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