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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 21:35 Uhr

Mädchen fühlen sich wohl hier

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Jugendzentrum (Juze) im Trittauer Bürgerhaus erfreut sich immer größerer Beliebtheit

Das Jugendzentrum (Juze) im Bürgerhaus ist weiblicher geworden. Seit
Julie Kever (27) im September im Jugendzentrum ihre Arbeit aufnahm, hat sich die Zahl der weiblichen Besucherzahlen erhöht, wie der Leiter des Juze, Nils-Olaf Peters, kürzlich im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss (SSK) berichtete.

Von den etwa 40 Jugendlichen zwischen zwölf und 20 Jahren, die täglich im Jugendzentrum durchlaufen, sind etwa die Hälfte Mädchen. Eine davon ist Mara (16), die fast täglich vorbeischaut: „Ich rede gerne mit Julie, und manchmal treffe ich hier Freundinnen. Ich komme schon viele Jahre her. Früher waren es weniger Mädchen“, sagt sie. Das bestätigt, was Nils-Olaf Peters festgestellt hat: „Die Mädels freuen sich, jetzt eine weibliche Ansprechpartnerin zu haben.“

Ein Selbstverteidigungskurs kam sehr gut an und soll wiederholt werden. Auch T-Shirts bemalen stand schon auf dem Programm. „Da es sich um eine offene Jugendarbeit handelt, wird spontan nach den Wünschen der Besucher entschieden, was gemacht wird“, sagt Peters. Eine eigene Mädchenzeit im Obergeschoss jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr wird unterschiedlich genutzt: Mal wollen die Mädchen unter sich sein, manchmal nutzen sie aber auch die anderen Angebote wie Billard spielen, Computer oder klönen.

Auch sonst hat sich einiges getan im Juze: Es steht wieder ein Raum im Obergeschoss zum Musik machen sowie eine Musikbearbeitungsanlage zur Verfügung. Auch die Teestube im Keller wurde wieder hergerichtet.

Sehr beliebt ist das Boxen. Hier besteht eine Warteliste. Weitere Hallenzeiten in der Campehalle hat es inzwischen gegeben, die werden fürs Fußballspielen und andere Sportarten genutzt. „Ich würde gerne mal Badminton spielen“, sagt Mara.

Neu ist auch das Jugendparlament. „Das ist ein zwangloser Austausch, bei dem die Jugendlichen Vorschläge machen und ihre Ideen einbringen können, aber auch wir unsere Anliegen wie zum Beispiel die Müllbeseitigung, anbringen können“, erklärt Nils-Olaf Peters. Alle zwei Wochen kommen die Teilnehmer zusammen. Eine andere Initiative der Jugendlichen möchte den Dirtpark neu gestalten. Der vor fünf Jahren eingerichtet Fahrradparcours am Trittauer Kreisel hält nicht mehr. „Die Erde rutscht weg, man kann nicht mehr gut fahren und keine Sprünge machen“, berichtet Peters. Eine Spende der Gewerbegemeinschaft Trittau (GGT) soll für die Neugestaltung verwendet werden, Gespräche mit der Gemeinde über die weitere Finanzierung laufen. Die Jugendlichen wollen hier in Eigenarbeit mithelfen, die Kosten im Rahmen zu halten.

Das Juze in Trittau ist montags bis freitags von 13 bis 20 Uhr geöffnet sowie jeden zweiten Sonntag. Mädchenzeit im OG ist mittwochs von 16 bis 18 Uhr. Fragen können unter juze-trittau@web.de und über facebook gestellt werden.

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