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Nach der Flucht aus Trittau : Macht Bernd Koppe jetzt in Bispingen weiter ?

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der ehemalige Betreiber der Musikkneipe im Alten Bahnhof Trittau hat noch Rechnungen in Stormarn zu begleichen. Achtzig Kilometer entfernt ist er schon wieder im Geschäft.

Die 35 Mitglieder des Sparclubs „Der letzte Heiermann“ aus der Musikkneipe „Alter Bahnhof Trittau“ warten weiter auf ihr Erspartes. Das hatte der ehemalige Betreiber Bernd Koppe nicht ausgezahlt. Statt 24 500 fanden sich auf dem Konto lediglich etwas über 680 Euro. Die Kripo ermittelt.

Seit Jahresbeginn hatte kein Sparclubmitglied mehr etwas von Koppe gehört, der der nach der plötzlichen Schließung des Lokals in Trittau jetzt plötzlich in Bispingen im Kartcenter von Ex-Formel 1 Rennfahrer Ralf Schumacher wieder aufgetaucht ist. Dort war er gemeinsam mit Gesa Dreckmann aus Hamfelde, mit der er zu Trittauer Zeiten die Comedy-Show „I love Dorf“ erfunden hatte.

Was genau Koppe in Bispingen macht und inwieweit er als Künstlervermittler oder in anderweitiger Eigenschaft dort aufgetreten ist, ist nicht bekannt. Der Geschäftsführer des Kartcenters weiß um die finanziellen Probleme Koppes, wie er in einem Gespräch erklärte. Allerdings habe Koppe ihm eine andere Version der Geschichte erzählt und die Sparclubgelder nicht erwähnt. Auch von seinen Mietschulden bei der Eigentümerin des Alten Bahnhofs in nahezu gleicher Höhe habe Koppe nichts erzählt.

Auf einem am Dienstagabend um 23.40 Uhr auf der Facebook Seite der Künstlerin Gesa Dreckmann veröffentlichten Foto steht neben Dreckmann und weiteren drei Künstlern ein fröhlicher Bernd Koppe, der mit dem Daumen nach oben zeigt. Über dem Bild steht: Bei der Premiere von „Comedy Dorf auf Piste“ vor ausverkauftem Haus sei eine Hammer-Stimmung gewesen.

„Für uns Sparclub-Mitglieder ist das wie ein Schlag ins Gesicht“, sagt Torsten Schellin. „Hier hört er auf, 80 Kilometer weiter macht er weiter, als sei nichts gewesen. Das ist unglaublich.“ Ein Sparer aus Grönwohld hatte einen Kommentar zu dem Foto gepostet, doch aber gelöscht wurde. Der Grönwohlder hatte gestern noch Kontakt zu Koppe. Der verwies ihn an seinen Anwalt, der einen Lösungsvorschlag innerhalb der nächsten 14 Tage zusagte. Gesa Dreckmann, reagierte gestern bis zum Redaktionsschluss nicht auf eine Bitte um Rückruf.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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