Abwärtsspirale : Lübecks Negativtrend hält an

Hamburgs Kerim Gemil Carolus (re.) lässt Lübecks Dennis Wehrendt über die„Klinge“ springen.
Hamburgs Kerim Gemil Carolus (re.) lässt Lübecks Dennis Wehrendt über die„Klinge“ springen.

Vor über 4000 Zuschauern verliert der VfB in der Fußball-Regionalliga 0:2 gegen HSV II und wartet bereits seit sieben Partien auf einen Sieg.

shz.de von
18. Mai 2015, 07:00 Uhr

Auch im letzten Heimspiel der Saison konnte der VfB Lübeck die Abwärtsspirale trotz einer Leistungssteigerung nach der Pause nicht stoppen. Gegen den Hamburger SV II unterlagen die Lübecker vor 4054 Zuschauern mit 0:2 (0:2) und warten in der Fußball-Regionalliga Nord nun schon seit sieben Begegnungen (drei Remis, vier Niederlagen) auf einen Punktspielsieg.

Gegen die ambitionierten Hamburger kehrte beim VfB erwartungsgemäß Moritz Marheineke wieder in die Startelf zurück. Für den Kapitän fand sich Kevin Wölk auf der Bank wieder, ebenso wie Marvin Thiel, den Trainer Denny Skwierczynski durch Dennis Voß ersetzte.

Bereits nach neun Minuten gerieten die Hausherren in Rückstand. Aleksandar Nogovic kam im eigenen Strafraum einen Schritt zu spät und brachte Dominik Masek zu Fall. Den berechtigten Strafstoß von Ahmet Arslan parierte Jonas Toboll zwar zunächst, doch gegen den Nachschuss des Ex-Lübeckers war dann auch der VfB-Schlussmann machtlos. Doch die Gastgeber steckten das frühe 0:1 schnell weg und gingen in die Offensive. Nach Querpass von Marcello Meyer hatte Andre Senger die Chance zum Ausgleich, setzte den Ball aber knapp am Gehäuse der Hamburger vorbei (15.). Es entwickelte sich in der Folgezeit ein offenes Spiel, in dem die Gäste optisch überlegen waren, es jedoch Chancen hüben wie drüben gab. Henrik Sirmais klärte in höchster Not auf der Linie einen Schuss von Umut Kocin (20.). Stefan Richter verpasste eine Hereingabe von der linken Seite von Voß (26.), prallte dabei mit Keeper Alexander Brunst zusammen. Doch nach einer kleinen Behandlungspause konnten sowohl der HSV-Keeper als auch der VfB-Stürmer weiter machen. Ein weiterer Treffer fiel aber noch vor der Halbzeit – und der wurde erneut begünstigt durch Lübecker Fehler. Dieses Mal nutzte der ehemalige Reinfelder Matti Steinmann einen Abstimmungsfehler zwischen Moritz Marheineke und Jonas Toboll, um ungehindert den zweiten Treffer im leeren VfB-Gehäuse unterzubringen (40.).

Nico Charrier hatte gleich nach dem Wiederanpfiff die Chance, den Sack für den Favoriten zuzumachen, scheiterte aber an Toboll (46.). Nach einer knappen Stunde hatte Voß gleich zweimal freistehend die Möglichkeit, die Grün-Weißen heranzubringen, fand aber in Brunst seinen Meister. Auch der eingewechselte Arnold Suew scheiterte von der Strafraumgrenze am Schlussmann der Hamburger, der den Ball zur Ecke lenkte (66.). Während sich der HSV nun immer weiter zurückfallen ließ, auf Konter lauerte, drängten die Lübecker weiter auf Zählbares, wirkten im Abschluss aber wieder einmal nicht zwingend genug. Erneut Richter (70., links vorbei) sowie Meyer (73., in die Arme von Brunst) brachten ein durchaus verdientes Tor nicht zustande. Im Eifer des Gefechtes kassierte VfB-Keeper Jonas Toboll noch wegen Schubsens nach einer „Rudelbildung“ Rot (77.). Doch die Unterzahl machte sich in den letzten Minuten nicht mehr negativ bemerkbar: Der VfB attackierte weiter, wollte einen Treffer erzwingen. Zu einem besseren Endergebnis reichte es aber nicht mehr, da sowohl Suew (82.) als auch Richter (85.) ihre Angriffe in aussichtsreicher Position nicht mehr zielstrebig genug zu Ende spielten.

Statistik VfB Lübeck – Hamburger SV II 0:2 (0:2)

 

VfB Lübeck: Toboll – Knechtel (78. Alberti), Wehrendt, Marheineke, Sirmais – Theißen (46. Suew), Nogovic - Voss, Meyer, Senger (90. Dümmel) – Richter.

Hamburger SV II: Brunst – Götz, Carolus, Adomah, Marcos – Steinmann, Kocin - Gouaida, Masek (79. Kwatu), Arslan (90. Schröder) – Charrier (87. Benkarit).


SR: Riem Hussein (Bad Harzburg). – Zuschauer: 4054.


Tore: 0:1 Arslan (9.), 0:2 Steinmann (40.).

Rote Karte: Toboll (77., Tätlichkeit).

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