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Senkrechtstarter : Lübecks Enes Dagli auf dem Sprung in die Startelf

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Youngster überzeugte in Wintervorbereitung des Fußball-Regionalligisten und gilt als Kandidat für einen Stammplatz. Auch ein Nasenbeinbruch bremst ihn nicht aus.

„Unser Platz ist zwar nicht gut, aber widerstandsfähig“, schmunzelt Denny Skwierczynski, Trainer des VfB Lübeck. Auch nach den jüngsten Regenfällen gibt es derzeit keine Bedenken, dass der Start in die Restrunde der Fußball-Regionalliga am Sonnabend an der Lohmühle über die Bühne gehen kann. Gegner ist mit dem BSV Rehden ein Tabellennachbar – der VfB ist Neunter, die Niedersachsen stehen auf Rang zehn – und eine echte Wundertüte. In der Winterpause gab es mit Ex-Profi Fabian Gerber (Freiburg, Mainz, St. Pauli), der auf seinen Vater Franz folgte, nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch fünf Neuzugänge. „Wir haben sie in der Vorbereitung gesehen. Aber es bleibt ein Stück weit Überraschung, wie sie gegen uns spielen werden“, weiß Skwierczynski.

In seinem Team hat der VfB-Coach nicht allzu viel Grund zu einschneidenden Veränderungen. Der einzige Winter-Neuzugang, Marc Lindenberg (Hamburger SV II), ist in erster Linie als Ergänzung zu den etablierten Innenverteidigern Moritz Marheineke und Dennis Wehrendt eingeplant. Und so könnte ein Eigengewächs das neue Gesicht darstellen: Enes Dagli, der in der bisherigen Saison genau eine Minute Einsatzzeit verzeichnete, steht auf dem Sprung in die erste Elf. „Ich denke darüber nach“, bestätigt Skwierczynski: „Er fasst immer mehr Fuß und ist in der Verlosung um die Startplätze.“

Den auf allen Mittelfeldpositionen einsetzbaren 19-Jährigen warf dabei auch eine Verletzung nicht aus der Bahn. Im letzten Test beim 5:1 gegen Eutin 08 schied er schon nach wenigen Minuten mit Nasenbeinbruch aus. „Er ist hart im Nehmen“, weiß der Trainer. „Die Nase ist gerichtet. Er hat schon am Dienstag wieder mittrainiert.“ Auch die Ärzte erheben keine Einwände gegen einen möglichen Einsatz. „Enes hat natürlich auch Blut geleckt und sieht, dass er nah dran ist“, glaubt der Coach, der mit Kubilay Büyükdemir („Er ist fußballerisch der kompletteste, könnte aber noch weiter sein“) einen weiteren Nachwuchsakteur näher an die erste Elf gerückt sieht.

In der stellt sich neben der Mittelfeldbesetzung – dort fallen mit Voß und Nogovic zwei Stammkräfte verletzt aus – für den Trainer vor allem noch die Frage: ein Stürmer oder doch zwei? „Das hängt auch davon ab, wie fit Christopher Kramer erscheint“, erklärt Skwierczynski. Der bislang beste Torjäger (acht Saisontreffer) hatte Teile der Vorbereitung wegen Rückenbeschwerden verpasst.

Als Ziel – neben dem SHFV-Pokalfinale am 28. Mai – hat der Lübecker Trainer vor seinem letzten halben Jahr im Amt den Blick nach unten an die erste Stelle gesetzt. „Wir müssen noch aufpassen. Da haben einige Mannschaften noch Nachholspiele“, weiß er: „Deshalb ist das Wichtigste, dass wir den Abstand schnell vergrößern.“ Dann wiederum ist auch das vorrangige Saisonziel noch im Visier. „Wir müssen im Vergleich zur durchwachsenen Vorbereitung eine Schippe drauflegen“, fordert Skwierczynski: „Wenn wir das hinkriegen, ist es mit guten Ergebnissen auch noch möglich, besser als im Vorjahr als Siebter abzuschneiden.“

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